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Go Tell Fire To The Mountain

WU LYF - Go Tell Fire To The Mountain

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
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sehr schön
herausragend
Weniger Mythos, mehr Musik

Und plötzlich waren sie da: Wu Lyf. Obwohl die fünf Buchstaben für mächtig Wirbel gesorgt haben, konnte man bis vor ein paar Monaten kaum handfeste Fakten über diesen Namen berichten. Mittlerweile haben sich die Nebelschwaden gelichtet. Der bedeutsamste Grund dafür heißt: "Go Tell Fire To The Mountain".

Wu Lyf (gesprochen: Woo Life) steht als Abkürzung für World Unite! Lucifer Youth Foundation. Dahinter verbirgt sich eine vierköpfige Indierock-Gruppe aus Manchester, die nach ihrer Gründung 2008 in erster Linie mit der Verbreitung von kryptischen wie mythischen Informationen beschäftigt war und blitzartig hatte man zwar einen Hype und viele Anhänger auf seiner Seite, aber auch mehr Attitüde, als Songs.

Um weiteren Gesprächsstoff zu liefern, haben Wu Lyf ihr Debüt "Go Tell Fire To The Mountain" in Eigenregie in einer leer stehenden Kirche aufgenommen. Das Ergebnis ist diesmal allerdings, dass die anhaftende Symbolik herzlich egal ist und im Mittelpunkt der wichtigste Teil steht: die Musik. "Go Tell Fire To The Mountain" ist ein euphorisches, lautes und krachiges Album, mit herrlich schepperndem, treibendem Schlagzeug und verträumten, unendlich weiten Gitarren.

Verhallte Theatralik trifft auf kratzige Choräle, die von Sänger Ellery Roberts dirigiert werden und der mehr schreit und nuschelt, als dass er singt. Seine markante Reibeisenstimme ist klarer Kontrast zu den eingängigen Melodien und verschafft der Musik einen gewichtigen Charakterzug. Ein ungeheuer frisches, eigenwilliges und heiß serviertes Debüt, das uns das Quartett da vorgelegt hat. Egal mit wie viel 2.0 Vermarktung im Vorfeld.

Der Free Download "Go Tell Fire (Reprise)" ist exklusiv und nicht auf dem Debüt enthalten

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