Yak "Alas Salvation"

Yak - Alas Salvation

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Yak sind in aller Munde. Schon die ersten Demos verschafften ihnen den Ruf als „Band you need to know“. Mit ihrem Debütalbum „Alas Salvation“ stellt sich die Band jetzt dem Hype und dem kollektiven Urteil: ist das hier die Band des Jahres?

Seit etwa eineinhalb Jahren gilt das Londoner Trio bei den Auskennern als das ultimative Ding in Sachen Garage-Rock und/oder -Punk. Man ist sich da noch nicht ganz sicher, die Referenzen pendeln irgendwo zwischen den Stooges und den White Stripes.

Es war auch niemand geringerer als Jack White, der als einer der frühen Förderer der Band in Erscheinung trat und die Single „No“ auf seinem Third Man-Label veröffentlichte. Yak selbst sehen sich und funktionierten bisher vor allem als Live-Band. Sie erspielten sich einen imposanten Ruf als radikale Wahnsinnige, die auf der Bühne alles zerlegen was greifbar ist.

Umso spannender war also die Frage, wieviel von dieser Energie nach ausgiebiger Studioarbeit noch übrig bleiben würde. Die gute Nachricht: alles. Pulp-Bassist und M.I.A-Produzent Steve Mackey konservierte die rohe Direktheit ohne Verluste und ließ der Band jede nur denkbare Freiheit. Die drei rumpeln durch ihre Songs als hätten sie von einem Wort wie „Erwartungshaltung“ noch nie gehört.

Mit schlecht gestimmten, übersteuerten Gitarren und der Zurückhaltung eines Güterzuges werfen Yak hier mal eben den Staus Quo des gesamten Genres über den Haufen. Feintuning sei nicht so seine Sache, sagt Sänger Oliver Burslem auf die Frage nach dem Songwriting. Doch bei aller Ungeschliffenheit ist das natürlich Tiefstapelei, denn das Material auf „Alas Salvation“ ist schlicht makellos.

Die Londoner wissen sehr genau was sie tun, sie halten sich nur nicht lange mit der Postproduktion auf. Wenn es fertig ist, raus damit. Genau das ist ihre Stärke und so schaffen sie es, dass nach und nach die großen Vorbilder weichen und die Songs des Albums immer eigenständiger werden.  

Damit zurück zur eingangs gestellten Frage: Ist Yak die Band der Stunde? Verdienen sie die Superlativen und die ganze Marktschreierei, werden sie dem Hype gerecht? Die Antwort ist ein eindeutiges und lautes Ja! „Alas Salvation“ könnte im Musikjahr 2016 werden, was Kendrick Lamars „Butterfly“  2015 war: ein Album, auf das sich aufgrund von Relevanz, Aussage und Sprengkraft viele einigen können, die eigentlich mit dem Genre nichts oder wenig anfangen können.

Initialzündungen in der Musik sind heute so selten gewordene Glücksmomente, dass man ihren Schöpfern gar nicht genug Aufmerksamkeit schenken kann. „Alas Salvation“ ist eines der wichtigsten Alben 2016. Yak haben hier nicht einfach nur einen gelungenen Einstand hingelegt, sie liefern ein beeindruckendes Statement ab und hauchen dem etwas in die Jahre gekommenen britischen Indierock neues Leben ein. Wobei „hauchen“ hier vielleicht nicht so ganz das richtige Wort ist.

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