Album

Slow Days

The Year Of - Slow Days

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Ein Universum kraftvoller Schlichtheit

Fünf nicht ganz unbekannte Österreicher teilen ihr musikalisches Gespür und vereinen es zu einem neuen Ganzen: The Year Of. Dahinter stecken die uncoolen Namen Fleischmann, Kurzmann, Siewert, Kling (aka Stangl) und Dafeldecker.

Trotz ihrer vermeintlich uncoolen Namen, sind alle Fünf Musiker, die in Sachen Elektronik, Postrock und Jazz Einiges auf dem Kerbholz haben. Musiker, die mit Wien im Blut gerne mal von rhythmischen Konstruktschablonen und tonalen Vorgabetabellen Abstand nehmen. Aber das Gute für den Hörer ist, dass sie sich über die ganze Spieldauer immer an ein und demselben Ort treffen: im Pop nämlich. Alles ist frei, alles fließt dahin und hat trotzdem Hand und Fuß und Boden unter letzterem. Nicht immer nur artifizielle Beats, sondern auch mal ein humaner Groove. Songwriteratmosphäre, countryesque Ausflüge und Elektronik, die knistert und wärmt wie ein Kaminfeuer. Da passiert viel zwischendurch, während du dich fallen lässt. Schlichtheit und Understatement können eben doch irrsinnige Kräfte entwickeln. Der hier zu hörende, verhältnismäßig straighte, euphorische und deshalb etwas unrepräsentative Titel ist nach dem aus Oxford stammenden Astrophysiker benannt worden. Dieser, durch eine schwere Krankheit an den Rollstuhl und einen Sprachcomputer gebunden, erlangte Weltruhm mit seinem Buch „Das Universum in der Nussschale“. The Year Of wird vermutlich ein Geheimtipp bleiben, auch wenn sie hier ein kleines Universum auf Tonträger gequetscht haben. (bb)

Download & Stream: 

Ähnliche Künstler