Between My Head and the Sky

Yoko Ono - Between My Head and the Sky

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Verstörung als Prinzip

Was musste diese Frau alles aushalten? Sie galt vielen als der Grund für die Trennung der Beatles. Dabei war sie schon lange bevor sie John Lennon kennenlernte eine anerkannte Performance-Künstlerin. Auch heute noch liebt sie das Experiment und die Verstörung.

Sie hätte es bestimmt nicht nötig zu arbeiten und könnte sich ganz dem Leben der Superreichen widmen. Doch das interessiert Yoko Ono nicht. Stattdessen widmet sich die heute 76-jährige voll und ganz der Kunst und dem Kampf für Menschenrechte. Bereits vor der Zeit mit John Lennon war sie eine Vorreiterin der Fluxus-Bewegung, die die schöpferische Idee in den Mittelpunkt holte stellte und den bürgerlichen Kunstbetrieb ablehnte. Mit einer ihrer verstörenden Performances war sie auch auf der documenta in Kassel zu sehen (1972).

Nun gibt es ein neues Album mit dem Titel "Between My Head and the Sky". Eine digitale EP unter anderem mit dem japanischen Elektronikkünstler Cornelius zeigt die Richtung an: einmal mehr experimentiert Yoko Ono mit Klängen und Worten und stößt damit jene vor den Kopf, für die Yoko Ono immer einfach nur diese etwas merkwürdige Ehefrau des ehemaligen Beatle war. Für andere ist Yoko Ono längst eine Ikone der Emanzipation, die es trotz ihres berühmten Mannes geschafft hat, eine eigenständige Persönlichkeit zu bewahren und sich auch vom schwersten medialen Gegenwind nicht beirren zu lassen. Dafür und dass sie sich und die Erinnerung an John Lennon nie von der Klatschpresse vereinnahmen ließ, gebührt ihr der größte Respekt. Für ihr neues Album hat sie neben Cornelius auch mit ihrem Sohn Sean Ono Lennon zusammen gearbeitet.

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