Liszt. Wagner. Skrjabin

Yuri Ahronovitch - Liszt. Wagner. Skrjabin

Komponist: 
Richard Wagner
Dirigent: 
Yuri Ahronovitch
Ensemble: 
hr-Sinfonieorchester
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Wagners erstes Meisterwerk

Die Oper Rienzi, die Wagner vor seinem 30. Geburtstag vollendete, gilt heute als quasi-faschistoid und wird kaum aufgeführt. Was kein Schaden ist. Die Ouvertüre ist, für sich genommen, allerdings Wagners erstes orchestrales Glanzstück.

Richard Wagner (1813-1883) hat dreizehneinhalb Opern komponiert. Sein erster Versuch, Die Hochzeit von 1832, blieb unvollendet. Die folgenden drei Werke, Die Feen, Das Liebesverbot und Rienzi, deren berühmte Ouvertüre hier als kostenloser Download angeboten wird, betrachtete der Komponist später als nicht auf der Höhe seiner Hauptwerke befindlich, weshalb diese Opern von Anfang an und bis heute nicht auf seinem „grünen Hügel“ in Bayreuth aufgeführt werden. Bedenkt man, dass Rienzi mit seiner extrem blutigen Handlung (es geht in mehr als drei Stunden eigentlich ausschließlich um Schlachten) Adolf Hitlers Lieblingsoper war, dann ist das schon ganz gut so, auch wenn Wagner selbst sich im nachhinein keineswegs an seiner eignen Blutrünstigkeit, sondern lediglich an seinem noch nicht zuende ausgeprägten Stil gestoßen hat.

Das ändert aber nichts daran, dass die Rienzi-Ouvertüre, die eines von Wagners bekanntesten Themen (welches viele zum Beispiel aus der Sendung Spiegel TV sofort wiedererkennen werden) verarbeitet, Eingang in das Konzertrepertoire der bedeutendsten Wagner-Dirigenten gefunden hat. In der hier vorliegenden Live-Aufnahme von 1983 is das hr-Sinfonieorchester in bemerkenswerter Klangqualität unter dem 2002 verstorbenen russischen Dirigenten Yuri Ahronovitch zu hören. Dirigent und Orchester treffen genau den sonoren, pathetischen und beeindruckenden Wagner-Ton, der für die zahlreichen Liebhaber der Orchestermusik des Komponisten zum Suchtfaktor werden kann.

1 CD, ca. 70 Minuten (inklusive Liszt: Dante-Symphonie & Skrjabin: Poème de L’Extase)

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