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Sweetest Treasure

Zebra and Snake - Sweetest Treasure

Redaktionswertung: 
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herausragend
Neues aus dem Zoo

So melancholisch wie ihr Landsmann Aki Kaurismäki, aber mit der Energie der Leningrad Cowboys wirbeln Zebra And Snake auf ihrer Debüt-Ep durch die Synthiepop-Geschichte. Demnächst soll ein Album des Duos folgen, „Sweetest Treasure“ sorgt für viel Vorfreude darauf.

Wer ist wohl die Schlange und wer das Zebra unter den beiden bleichen Finnen? Zebras mag schließlich jeder, gegen Schlangen gibt es ja auch literarisch begründete Aversionen. Ganz schön verführerisch ist der Electro-Pop von Tapio und Matti jedenfalls. Zuckersüße Synthies, große Gesten und das eine große Thema namens „Liebe“, und Zebra And Snake gewinnen dieser Kombination trotzdem neue Seiten ab. Denn ihre Energie und ungezügelte Power lässt die beiden wie eine euphorisierte Indieband wirken.

Mit OMD waren sie schon unterwegs, Andy McCluskey ist einer ihrer größten Fans, wer jetzt noch ein bisschen New Order in den Ring wirft, kommt dem Zebra und der Schlange auf die Spur. Im Gegensatz zu anderen 80er Jahre Epigonen, die es mit Villa Nah ja auch in ihrer finnischen Nachbarschaft zu treffen gibt, haben sich Zebra And Snake aber eine ungestüme Rotzigkeit bewahrt, die ihre Songs aus jeder Kitschfalle rettet. Und selbst einen alten Sesselfurzer wie mich vom Sitz reißt – und das ist wörtlich gemeint.  

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