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Dedication

Zomby - Dedication

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Zombyattack

Zomby, schon wieder so ein fotoscheuer Brite, der Dubstep als Blaupause für einen kühnen Zukunftsentwurf nimmt. Sind das noch Tracks, sind das noch Songs? Egal, „Dedication“ ist ein kleines Wunderwerk mit 16 Kapiteln, die man viel zu schnell verschlungen hat.

Auf was soll man sich eigentlich noch verlassen können, wenn das neue Album von Produzenten-Genie Zomby beim altehrwürdigen Indie 4AD erscheint, die in der Vergangenheit immerhin Bands wie die Pixies oder The Breeders unter Vertrag hatten. Kapituliert die Gitarre endgültig vor der Slickness aktueller Dubstep-Produktionen und ihrem Pop-Appeal? Jedenfalls beängstigend in welcher Frequenz derzeit im UK Alben veröffentlicht werden, die endgültig dafür sorgen, dass Dubstep das Schicksal von Drum'n'Bass erspart bleiben wird.

Jüngstes Beispiel ist Zomby, der auf seinem zweiten Album 'Dedication' mal eben die Formate Song und Track in Frage stellt. Gerade drei Songs sprengen die Marke von drei Minuten, der Rest bleibt zumindest zeitlich gesehen skizzenhaft. Denn unfertig klingt keiner der 16 Tracks auf „Dedication“, eher vermittelt Zomby den Eindruck, dass er mit seinem Album lediglich das Rohmaterial für Remixe, Loops und Nachbearbeitungen liefert. Man dürfte es allerdings schwer haben seinen perfekt ausbalancierten Tracks überhaupt noch etwas hinzu zu fügen. Wenn es sein muss, kann Zomby auch einen Hit wie „Natalias Song“ produzieren.  

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