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Dinge an ihrem Platz

Zuhause - Dinge an ihrem Platz

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Hamburg – mal wieder!

Hamburg, Hamburg und scheinbar kein Ende. Wer dieser Tage die einschlägigen Musikmagazine durchblättert, wird an Musik aus der Hansestadt kaum vorbeikommen.

In Person von Thees Uhlmann und seiner Band Tomte scheinen die Nordlichter die Coverseiten der Musikpresse gekapert zu haben. Diese Einseitigkeit ist schade, denn Hamburg ist immer noch gut für weitere Überraschungen im weiten Feld des Indie-Pop. Neben Tomte, Kettcar und den Sternen hat der Underground nachwievor spannende Bands zu bieten. Da gibt es beispielsweise ein Quartett namens Zuhause, deren Mitglieder spielten bis dato bei so illustren Bands wie Scholle, Blobkanal oder Brideshead und haben mit "Dinge an ihrem Platz" nun endlich ihr Debütalbum am Start. Charmant ist es geworden und bietet dem Hörer schrammeligen Gitarren-Pop, der so gar nicht zur derzeitigen Hamburger Schiene passen mag. Vielmehr lugt hier als Referenz eher Tilman Rossmys Regierung um die Ecke. Und während sich textlich allerorten Betroffenheitslyrik breit macht, gelingt es Zuhause, Optimismus zu verbreiten ohne das dumpfe Gefühl, dass irgendetwas faul ist, auszublenden. Ein wirklich schönes Stück Musik, dem man Aufmerksamkeit nur von ganzem Herzen gönnen kann. Als Teaser gibt es auf der Bandwebseite den wirklich schönen Song „Willkommen zu Hause“ als Download, der Erinnerungen an selige Regierungs-Songs aufkommen lässt. Das Zuhause`s Debüt von Tilman Rossmy`s Gitarrist Folke Jensen und Chris von Rautenkranz produktions – bzw. studiotechnisch betreut wurde, hört man diesem Juwel an. (cw)

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