Songs Of Lucid Dreamers

Zwicker - Songs Of Lucid Dreamers

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Zwicker statt Monokel

Verpackung kann in die Irre führen. Hört sich Cyril Boehlers Album "Songs Of Lucid Dreamers" doch wesentlich moderner an, als es das an Ernst Haeckel erinnernde Artwork und sein Künstlername Zwicker vermuten lassen.

Zürich ist die Homebase von Cyril Boehler, dort hat er sich als DJ und Produzent profiliert und mit einigen schönen Twelve-Inches auf Compost auch in Berlin und allen anderen Orten bekannt gemacht, an denen neuerdings wieder zu House der deeperen Sorte getanzt wird. 

Boehler setzt auf "Songs Of Lucid Dreamers" konsequent auf Gastsänger und schafft es so seine Kompositionen zugleich als Tracks wie als Songs funkeln zu lassen. Zumeist bewegt er sich dabei in poppigen, manchmal zu gefälligen Gefilden. Nur ab und zu lässt Boehler das Discotier raus, wie in der detroitigen Nummer "Dragon Fly" oder im hypnotischen Disco-Track "Traumdeuter", bei dem ihm Matt Didemus (Junior Boys) ausnahmsweise bei der Produktion und nicht am Mikrophon unter die Arme gegriffen hat. 

Insgesamt wirkt Boehler noch unentschlossen, ob er die gleiche Nische wie die Junior Boys besetzen will, lieber Fame für deepe Maxis abräumen möchte oder, wie er gemeinsam mit Sänger Serpentine im großartigen "Prism" andeutet, ganz woanders hin will. Die Zeit bis zur Entschlussfindung kann man gut mit seinen "Songs of Lucid Dreamers" überbrücken.

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