27.02.2009
27. Februar 2009: Die Alben der Woche
Mit U2, Sasha, The Whitest Boy Alive, Sophie Hunger, Neko Case, Malajube, Broken Spindles und Heike Makatsch
Die wichtigsten Neuerscheinungen der Woche in der kompakten Tonspion-Übersicht.
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U2 - No Line On The HorizonDas Weltretten funktioniert noch nicht so ganz. Aber Bono hat ja auch noch eine Band. Und mag er in Designer-Klamotten den Botschafter geben, der Sound von U2 klingt längst wie ein gut sitzender Anzug: konventionell, aber nicht peinlich.
js Broken Spindles - Kiss/KickJoel Petersen, bekannt als Bassist von The Faint, geht erneut solo. Und
das klingt so unaufgeregt, bunt und herrlich lo-fi, dass man es ein weiteres Mal sagen muss: Oh wie schön klingt Omaha!
bbUrlaub In Polen - LiquidJan Philipp Janzen und Georg Brenner sind Pioniere. Zwischen Kraut, Rock, Electronica und einem Hauch von Pop zelebriert dieses Duo seine Visionen in Raum und Hall. Davon lassen sich die Großen schon seit langem inspirieren.
bbNeimo - Moderne IncidentalRockende Franzosen, die sich ihren Platz zwischen den Strokes, den Futurheads und Killers erkämpfen.
Hier kann man all das vorhören.
bbMalajube - LabyrinthesEin Monster von einem
Rockalbum, das nach dem ersten Durchlauf wie ein Stein im Magen liegt, danach aber runter geht wie Öl. Haute Progrock-Cuisine aus Montréal.
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The Bishops - For NowMit ihrem zweiten Studioalbum bleiben der drei Jungs aus London ihrer Linie treu: 60s-Rock, der britisch fein klingt, dabei immer schick ausschaut und zum Indietanz auffordert.
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Howling Bells - Radio Wars Das Quartett um die Stein-Geschwister wirft mehr und mehr seinen Indierock-Ballast über Bord und flirtet nur noch mit einem: dem Pop zwischen großer Anmut und etwas Beliebigkeit.
bb Alias Caylon - Follow The FeederPunkrock mit Parallelen zu den großen At The Drive-In und Hang zu den gediegenen Momenten des Posthardcore. Kommt nicht aus Übersee, sondern straight from Flensburg.
bb Matt Duke - Kingdom UndergroundMeine Güte, mit welch Rehaugen Matt Duke auf dem Cover dieser Platte dreinschaut! Nichtsdestotrotz: Die Stimme dieses smarten Typen ist beachtlich. Etwas Damien Rice, aber auch ein wenig Jack Johnson, leider.
bbSasha - Good News On A Bad DayCheesy wie eh und je, was Sascha Schmitz da produziert. Hat er sich dabei jedoch immer wieder selbst ein bisschen neu gelaunched. Mal Swing-Ausflüge, mal Rockabilly, jetzt wieder Pop, der auch der Schwiegermutti nicht weh tut. Und deshalb auf allen Kanälen rotieren wird.
js The Whitest Boy Alive - RulesLocal heroes in Berlin, international geschätzt. Zu recht, denn Erlend Oyes Band schafft es auch auf dem zweiten Album, dass man einfach nur tanzen möchte, obwohl man doch eher der melancholische Typ ist. Der Soundtrack für nachdenkliche Eckensteher mit gutem Geschmack.
js Sophie Hunger - Monday´s GhostDie Cosmopolitin entzückt mit einerseits viel Emotionen, anderseits mit durchdachtem Songwriting. Die Antwort auf die Frage, welche Platte man hören möchte, wenn man wieder einmal genug hat von den Durchschnitts-Produktionen da draußen.
js Heike Makatsch - Hilde (Soundtrack)Dass Heike Makatsch sich längst als Charakter-Darstellerin etabliert hat, dürfte sich herumgesprochen haben. Ihr aktueller Film - ein Biopic über die große Hildegard Knef - ist eine doppelte Herausforderung. Nämlich schauspielerisch und musikalisch. Und wenn sie letztere Hürde nicht gut gemeistert hätte, würde auch der Film nicht funktionieren. Dieser bekam international guter Kritiken - und schon allein der Soundtrack macht deutlich, warum.
js
Autor
Redaktion / Tonspion.de
Sophie Hunger - Shape (live)