MP3 Highlights

nach links scrollen
  • The Drums

  • Caribou

  • Tonspion - Various Artists

  • U2

  • Ron Flieger

  • Kylie Minogue

  • Leonard Cohen

  • July Talk

nach rechts scrollen

Neues

  • Heute: Kundgebung gegen GEMA Tarifreform in Berlin
    NEWS 25.06.2012

    Heute: Kundgebung gegen GEMA Tarifreform in Berlin

    Clubs und Veranstalter sehen ihre Existenz bedroht

    Heute ab 18 Uhr findet vor dem Frannz Club in der Berliner Kulturbrauerei eine Demonstration gegen die Tarifreform der GEMA statt. Zahlreiche Clubs sehen durch die Reform, die zum 1.1.2013 gültig werden soll, ihre Existenz gefährdet. Hier die Pressemeldung der Berliner Clubcommission im Wortlaut.

    "Im April hat die Gesellschaft für musikalische Aufführungsund
    mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) neue Tarife für Livemusik- und Tonträgerveranstaltungen ab 2013 angekündigt. Durchschnittlich erhöhen sich dadurch die Gebühren für Clubs und Veranstalter um 400 bis 600 Prozent.
    Die GEMA nutzt ihre Monopolstellung, um ab kommendem Jahr die Gebühren für die Nutzung von Aufführungs- und Wiedergaberechten zu erhöhen. Gastronomie-, Veranstalter- aber auch Künstlerverbände schlagen Alarm, da die Reform die wirtschaftliche Existenz der Branche bedroht. Auf Berechnung der Clubcommission e.V., dem Verband der Berliner Club-, Party- Kulturereignisveranstalter, steigen die GEMA-Gebühren für einen mittelgroßen Club von 28.000 Euro auf 174.000 Euro.
    Dies stellt die ohnehin durch Mietsteigerungen, Umsatzsteuern auf Eintrittsgelder und behördlichen Auflagen gebeutelte Clubszene vor eine unlösbare Aufgabe. „Die Kostensteigerungen werden zu Clubschließungen oder einer zunehmenden Kommerzialisierung des Programms führen“, sagt Lutz Leichsenring, Sprecher der Clubcommission. „Auftritte von DJs oder Bands werden dann für Gäste nicht mehr bezahlbar sein“. Auch für die über 10.000 Touristen, die jedes Wochenende aufgrund des Musikangebots nach Berlin reisen, werde Berlin unattraktiv, so Leichsenring. Dass die GEMA Verantwortlichen dadurch ihren eigenen Mitgliedern schadet, scheint sie nicht zu berücksichtigen. Der Kostendruck der Spielstätten wird sich nach Auffassung des Clubverbands unmittelbar auf Anzahl der Engagements und die Höhe der Künstlergagen auswirken. Neben der Raumgröße orientieren sich die Tarife an der Höhe der Eintrittsgelder und der Länge des Programms. Berliner Clubs, deren Programm bis in die frühen Morgenstunden andauert, werden durch einen fünfzigprozentigen Zeitzuschlag zusätzlich belastet.

    Am 25.06.2012 von 18 bis 22 Uhr wird von der Clubcommission und anderen Verbänden und Vereinigungen vor dem Frannz Club in der Kulturbrauerei eine Kundgebung stattfinden, da hier zeitgleich das GEMA – Mitgliederfest stattfindet. Hier soll für eine gerechte und ausgewogene Auslegung und Umsetzung des geltenden Urheberrechts in Deutschland demonstriert werden. „Der Anspruch der bei der GEMA organisierten Urheber auf eine angemessene Vergütung wird von der Clubcommission sowie anderen Verbänden nie bestritten.“, betont Olaf Möller, 1. Vorsitzender der Clubcommission. Die GEMA nutze aber ihre Monopolstellung mit dieser Tarifreform missbräuchlich aus und treibe zahlreiche Betriebe vorsätzlich in den Ruin. Vergangene Woche befasste sich der Ausschuss für Europa- und Bundesangelegenheiten und Medien des Berliner Abgeordnetenhauses mit dem Thema „GEMA Tarifreform“. Er fordert den Senat auf, sich bei der Schiedsstelle des Marken- und Patentamtes für eine ausreichende Gewichtung des Tarifsystems einzusetzen, um „die wirtschaftliche Betätigung von Musikveranstaltern und Clubbetreibern nicht in der Weise zu beeinträchtigen, dass eine wirtschaftliche Betätigung nicht oder kaum noch möglich ist.“
    Quelle: Berliner Clubcommission e.V.

    Ergänzung: Auch die GEMA hat sich jetzt zu Wort gemeldet und weist darauf hin, dass man dem Verband des Gastgewerbes DEHOGA Verhandlungen über eine Tarifreform angeboten habe, diese habe aber Gespräche bisher abgelehnt. Deshalb habe man sich nur zur einseitigen Reform der Tarife entschlossen. Selbst wenn es derzeit also noch um Maximalforderungen geht, die in Verhandlungen reduziert werden können, eines scheint sicher festzustehen: Ausgehen dürfte im kommenden Jahr deutlich teurer werden.

    Redaktion Autor Redaktion / Tonspion.de

Alben der Woche