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Die Alben des Jahres 2009
Die wichtigsten Alben des Jahres 2009 aus Sicht der Tonspion Redaktion
Alle Jahre wieder ist es Zeit zurückzublicken, was das Jahr uns musikalisch beschert hat. Die Auswahl 2009 war extrem vielfältig. Hier die Favoriten der Tonspion Redaktion. Viel Spaß beim Durchklicken und Reinhören!

Phoenix - Wolfgang Amadeus Phoenix
Rund drei Jahre nach ihrem letzten Album gibt es neues Material von Phoenix: Popmusik, die alles möchte, viele Stile vereint und trotzdem immer so angenehm unaufgeregt klingt. Phoenix haben mal wieder alles richtig gemacht und gleich tonnenweise Remixe und Bonus-Tracks für lau im Netz veröffentlicht.
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Gossip - Music For Men
An dieser Band kam in den letzten Jahren niemand vorbei. Auch in 2009 waren Gossip wieder in jeder Gazette, jedem Radio, jeder Disco und jedem Heimplayer. Und trotz wahrlich hoher Erwartungen an dieses Album überzeugt "Music For Men" durch eine tolle Rick Rubin-Produktion, großartige Pop-Songs und nicht zuletzt natürlich durch die alles einnehmende Beth Ditto-Brillianz.
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Kreator - Hordes Of Chaos
Musik zur Krise. Mille Petrozza und seine Mitstreiter wissen auch nach mehr als 20 Jahren, dass Metal auch zu anderen Themen als Elfen und Trollen Stellung beziehen darf. Produziert von Moses Schneider (Beatsteaks, Tocotronic) kommen die "Hordes Of Chaos" (Amazon) trotzdem ansprechend harsch aus den Boxen.
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Soap & Skin - Lovetune For Vacuum
Anja Plaschgs Songs tendieren stets der Selbstaufgabe und Selbstentblößung entgegen, das macht sie aber so großartig, dass man ihr gebannt bis zum letzten Pianoanschlag an den Lippen hängt. Erstaunliches Debüt, weit oben auf der Intensitätsskala.
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Fever Ray - Fever Ray
Karin Dreijer-Andersson ist momentan allgegenwärtig. Nach ihrer Beteiligung an Röyksopps "Junior" erscheint diese Woche ihr erstes Soloalbum. Aber zuviel kann man von dieser leicht daneben wirkenden Stimme nicht bekommen. Wie The Knife ist Fever Ray Musik vom Rand der Welt.
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The XX - XX
Ganz schön viel Lärm wird momentan um diese vier Kids aus London veranstaltet. Mit Verweisen wie The Cure oder Mazzy Star wird hantiert. In der Tat sind die düsteren Duette von Romy Madley Croft und Oliver Sim und ihren beiden Mitstreitern so catchy wie elektrisierend und stehen immer auch ein bisschen neben sich. Die dunklen Jahreszeiten können mit "The XX" jedenfalls kommen, der erste treue Begleiter ist mit diesem Album aufgetaucht.
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Mos Def - The Ecstatic
Soll man es ein Comeback nennen? Mit "The Ecstatic" löst Mos Def die großen Versprechen ein, die er mit "Black On Both Sides" und "Black Star" geweckt hat. Und sorgt damit für eines der Highlights des Hip-Hop-Jahres 2009.
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Antony & The Johnsons - The Crying Light
Es ist die Fortsetzung der so schön vertonten Sehnsucht und Weltflucht, die diese Band mit minimalen Mitteln so orchestral und versöhnlich zu vertonen mag. Klavier, Celli, Geigen und akustischen Saiten- und Schlaginstrumente ergeben eine Art Kammermusik, in deren Mitte diese unverkennbare Stimme schwebt und lebt.
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Jan Delay - Wir Kinder vom Bahnhof Soul
The King Of Wortspiel, der Delay Lama ist zurück. Statt Stilsprung wird auf "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" vor allem poliert, am Erfolgsmodell. Der Überraschungseffekt ist damit natürlich dahin, und "Oh Johnny" definitv kein "Alles Klar". Stagnation auf hohem Niveau, trotzdem sei die Frage gestattet: Wann kommt endlich ein neues Beginner-Album?
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Brett Anderson - Slow Attack
Während Brett Anderson mit seiner Band Suede in den 90ern das großformatige Britpop-Spektakel beherrschte, hat er sich inzwischen ins anspruchsvollere Kammerfach verlegt. Sein neues Solo-Album "Slow Attack" ist mit sparsamer Begleitung ganz auf seine Stimme konzentriert und wird nicht nur alten, mit ihm gewachsenen Fans eine Träne ins Auge treiben. Ein wunderbar gefühlvolles Winteralbum - ein großer Wurf fernab vom Mainstream.
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Ian Brown - My Way
Digital ist "My Way" (Amazon) ja schon länger zu haben, jetzt kommt Ian Browns sechstes Soloalbum auch physisch auf den Markt. Abgesehen davon, dass man das Album des ehemaligen Stone Roses-Frontmann schon alleine wegen des Weltklasse-Artworks kaufen muss, hat Brown auch ein paar großartige Songs im Gepäck. Und für die herrlich schnoddrige Coverversion des eigentlich unerträglichen "In The Year 25 25" gibts einen Schulterklopfer hinterher. Auch auf die Gefahr hin, direkt eine aufs Maul zu bekommen.
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Mew - No More Stories...
Der komplette Titel des neuen Albums der Dänen würde diese Zeilen hier sprengen. Aber auch musikalisch bieten sie auf ihrem nunmehr fünften Werk mächtige, krachende und bombastische Stücke, die sich den Stempel "Prog-Pop mit deftig viel Atmo" gefallen lassen müssen. Großes Album einer sperrigen, aber guten Band, die auch live in ihrer eigenen Kategorie spielt.
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Health - Get Color
Hand aufs Herz, wer hätte gedacht, dass diese Band mit den Noiseattacken auf "Get Color" einen derartigen Durchmarsch durch alle Blogs antreten würde? Eben! Da sieht man mal wieder, was eine bemerkenswerte Livepräsenz wert ist. Trotzdem: Health sind nicht für jeden goutierbar.
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The Big Pink - A Brief History Of Love
Aus der Vergangenheit hat man gelernt, keinen Hypes aus UK mehr zu trauen. Doch bei The Big Pink kann der Hype gar nicht groß genug sein, so monolithisch sich ihr Album "A Brief History Of Love" von der Vielzahl biederer zeitgenössischer Rock-Produktionen abhebt. Kein Wunder, die Bandmitglieder sind lange im Geschäft und setzen ihren Helden Phil Spector und My Bloody Valentine ein Denkmal. Ein mutiger großer Wurf, ohne Rücksicht auf Verluste.
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Julian Plenti - Is... Skyscraper
Julian Plenti ist vor allem anderen erstmal Paul Banks und als solcher als Frontmann mit seiner Band Interpol recht erfolgreich. Für sein Soloalbum hat er sich ein neues Pseudonym zugelegt und die Freiheit gestattet, sich in anderen Stilrichtungen zu erforschen. Doch aufgrund seines markanten Organs bleibt er auf den ersten Ton erkennbar.
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Why? - Eskimo Snow
Die Kritikernerdlieblinge von Why? geben mit "Eskimo Snow" ein Album an die Öffentlichkeit, dessen Songs bereits zur Zeit des großartigen Vorgängers "Alopecia" aufgenommen wurden. Ist dies nun deshalb B-Ware? Mitnichten! Why? legen wieder ein großartiges Album vor: Unerwartet ruhig, subtil und laid back, aber wie erwartet anders als alles, was man erwartet hätte.
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Bat For Lashes - Two Suns
Natasha Khan zeigt sich vom Erfolg ihres Erstlings unbeeindruckt und holt sich u.a. Yeasayer und Scott Walker ins Studio, um ihrer eigenwilligen Soundwelt eine neue Richtung zu geben. Tolles Album, falsche Jahreszeit, möchte man meinen. Aber wenn Natasha Khan ruft, wird es auch im Frühling früher dunkel. fs
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Animal Collective - Merriweather Post Pavillon
Auf "Merriweather Post Pavilion" präsentieren sich Animal Collective - für ihre Verhältnisse - eingängig wie nie. Trotzdem bleiben sie eher etwas für musikalisch Aufgeschlossene. In die Charts werden sie mit ihren komplexen Chorgesängen, vertrackten Arrangements und psychedelischen Synthesizer-Orgien weiterhin nicht vorstoßen. Gut so, denn genau diese Gewissheit macht diese Band so unbeschreiblich wichtig. Auch mit diesem Album unterstreichen sie ihren Querkopf.
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Mumford & Sons - Sigh No More
Dieses Unternehmen namens Mumford & Sons hat unvermittelt eingeschlagen. Nach drei EPs haben sie sich an eine Langspielplatte gewagt, die voller Folk, Indiepop und Country ist. "Sigh No More" ist ein großes, rundes und irgendwie erdig ehrliches Debüt, das von vorne bis hinten und sowohl Jung als auch Alt begeistert.
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Empire Of The Sun - Walking On A Dream
Mit einem verführerischen Mix aus Psychedelic, neonchicer Hippiefolklore und 80er-Trash haben sich Empire Of The Sun in alle Bestenlisten 2009 gespielt. Die passende Phantasiewelt liefern die beiden Australier in Sachen Outfit, Artwork und Video gleich mit. Platz zum Träumen bleibt da nicht viel. Aber zum Schwärmen.
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Lady Gaga - The Fame
Mit einem Riesenknall hat sich 2009 Lady Gaga in die Liga der Superstars katapultiert. Vermutlich ist ihr quietschbuntes Debüt nur der von vorn bis hinten perfekt durchgeplante Auftakt zu einer großen, langen Karriere - wenn sie denn die nötige Bodenhaftung behält. Dass sie das richtige Gespür und dabei auch viel mehr musikalisches Talent als Madonna hat, hat sie längst bewiesen. Man muss das nicht gut finden, was sie macht, aber bemerkenswert konsequent ist es allemal. Keine Frage: da kommt noch was auf uns zu.
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Swell Season - Strict Joy
Es muss ein echter Schock für Glen Hansard und Markéta Irglová gewesen sein, als sie im Jahr 2008 den Oscar für den besten Song in einem Film gewannen. Doch die unerwarteten Lorbeeren waren verdient. Nun haben sie unter ihrem Band-Pseudonym The Swell Season ein neues, wunderschön warmes Herbst-Album eingespielt.
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Peaches - I Feel Cream
Begonnen hat sie ihre Karriere vor zehn Jahren in Berlin. Inzwischen ist die Kanadierin Peaches weltweit bekannt. Ihr Sound hat eine ganze Generation von Nachwuchskünstlern geprägt, die nun bewaffnet mit Drum-Machine, großer Klappe und gewagten Outfits ihrem Vorbild nacheifern. Aber keiner kann das besser als Peaches selbst, wie sie mit ihrem großartigen Album "I Feel Cream" dieses Jahr eindrucksvoll unter Beweis stellte.
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Jahresrückblick: MP3 des Jahres 2010
Tonspion Rotation
