7. November 2008: Die Alben der Woche

Mit Grace Jones, O.S.T. Palermo Shooting, Schwefelgelb, Flaming Lips, Seal, Enya
Die wichtigsten Neuerscheinungen der Woche in der kompakten Tonspion-Übersicht.



Graces Jones - Hurricane
Über jedem Zeitgeist thront diese Diva. Unbeirrt ließ sie die ein oder andere Dekade an sich vorbei ziehen, nur um im fortgeschrittenen Alter ein Album zu produzieren, das gerade auf allen Kanälen vollkommen zurecht allgegenwärtig ist. js



V.A. - Soundtrack Palermo Shooting
Neulich sagte ein Redaktionskollege sinngemäß: Wim Wenders dreht stets mäßige Filme, aber die Soundtracks können sich verdammt noch mal hören lassen. Zumindest für letztere These ist das hier der Beweis - exklusive Aufnahmen namhafter Interpreten (u.a. Nick Cave oder Bonnie Prince Billy), veröffentlicht auf dem Label City Slang. js

Schwefelgelb - Alt und neu
Das Label Tapete spielt eine wirklich gute Saison: seine Schützlinge 1000 Robota nutzen ihre Jugend und Schwefelgelb setzen die Tradition von D.A.F. & Co. fort. Wenn auch nicht ganz so revulotionär und substantiell wie die Originale, dafür aber technisch perfektioniert und modern verjüngt. Die Revolution hat ihre Kinder entlassen - und die feiern erstmal eine bunte und laute Party. js

Shahrokh: Sound Of K - Dripping Point
Das K im Namen dieses Produzenten steht für Karlsruhe, in Clubkreisen momentan vor allem wegen Âme und deren anhaltendem Erfolg ein Begriff. Sharokhs abgehangener, deeper House hat das Zeug die Stadt weiter nach vorne zu bringen. fs

Flaming Lips - Christmas On Mars
Surreales Regiedebüt von Flaming Lips-Sänger Wayne Coyne, das ungefähr so lange in der Mache war, wie die "Chinese Democracy" der Guns´n´Roses. Kein Wunder, wenn man die Kulissen eigenhändig im eigenen Garten aufbaut. fs

Seal - Soul
Nachdem Seal mit seinem letzten von Stuart Price (Zoot Woman, Madonna) produzierten Album auch bei Hipstern punkten konnte, hat er jetzt mit zwölf Soul-Klassikern geschmust. Kaum vorstellbar, dass Heidis Prinz an einer der größten Clubhymnen ever beteiligt war. fs

Enya - And Winter Came
Seit 20 Jahren hüllt Enya ihre Fans in süß-klebrige Zuckerwatte, die immer gleich aussieht, gleich schmeckt und garantiert keinen Nährwert hat. Das macht einen auf Dauer so ramdösig, dass man keine Schlaftabletten mehr braucht, um in einen tiefen Winterschlaf zu fallen. Es wird Zeit, aufzustehen und das unfassbare Eso-Geseiere dieser steinreichen Geschäftsfrau endlich abzuschalten. ur


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