Apple Music Store vor Problemen in Europa

Der neue Musikbranchenliebling Apple stößt mit seinem Vorzeige-Angebot iTunes Music Store auf unerwartete Probleme in Europa. Die unterschiedlichen Preisvorstellungen der Verwertungsgesellschaften machen ein einheitliches Preissystem, wie von Apple angestrebt, unmöglich. Der Europa-Start ist deshalb ungewiss.

99 Cent will Apple für seine kostenpflichtigen Downloads verlangen. Eine Summe, die nur wenig Nutzer bereit sind zu zahlen (wir berichteten), ist andererseits wiederum zu wenig für die diversen europäischen Verwertungsgesellschaften (in Deutschland die GEMA), die die Rechte der Künstler und Verleger vertreten. Die möchten nämlich ordentlich vom Geschäft mit den Downloads profitieren. Was die Preise allerdings weit über die 1 Euro Grenze treiben würde.

"Die Verhandlungen mit den nationalen Urheberrechtsgesellschaften gestalten sich schwieriger als erwartet", räumte Apple-Deutschland-Chef Frank Steinhoff gegenüber dem Tagesspiegel ein. Es soll in jedem Fall ein in ganz Europa einheitliches Preisniveau gefunden werden.

Wann das von der Musikindustrie so sehnlichst erwartete Wunderding hier starten wird, ist also nach wie vor ungewiss. Erste Kritiker sagen allerdings jetzt bereits voraus, dass die Musikindustrie mit einem System, das auf Verkauf von einzelnen Songs beruht, ihr wesentlich lukrativeres Geschäft mit Alben untergraben würde. (ur)

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