Ausgeloggt.net

Das Leben ist zu kurz für virtuelle Freundschaften

Ausgeloggt.net heißt eine neue Plattform, die das soziale Netzwerk wieder zur Privatsache erklärt. Aussteigewillige Nutzer können hier ihre wichtigsten Kontaktdaten für ihre Freunde hinterlegen und dann ihre überflüssigen Profile auf anderen Netzwerken löschen – ohne deshalb in digitale Vergessenheit zu geraten.

Über 200 Millionen Menschen tummeln sich derzeit bei MySpace, 60 Millionen bei Facebook, über vier Millionen angebliche Studenten beim deutschen Anbieter StudiVZ – obwohl es in Deutschland nicht einmal 2 Millionen Studenten gibt. Sie alle verwenden nicht unerheblich Zeit und Mühe, um ihre Profile zu pflegen, Fotos hochzuladen, Freunde zu sammeln und zu tauschen sowie Nachrichten zu verschicken. Doch die so genannten Social Networks geraten zunehmend unter Beschuss, da sie massenhaft private Daten ihrer Nutzer sammeln und in bare Münze umwandeln wollen. Bei StudiVZ löste eine entsprechende Änderung der AGB massive Proteste aus. In anderen Networks gelten ähnliche Regelungen – nur nimmt kaum jemand Notiz davon.

Immer mehr Leute löschen ihre Profile, da sie entweder keine Zeit und Lust mehr für deren Pflege haben oder ihre persönlichen Daten nicht mehr preis geben wollen. Ausgeloggt.net bietet seinen Nutzern nun die Möglichkeit, Profile zu löschen, ohne liebgewonnene Kontakte aus den Augen zu verlieren.

Anders als bei MySpace und Co. wird es auf ausgeloggt.net keinen virtuellen Freundschaftstausch oder Handel mit privaten Nutzerdaten geben. Diese Daten sind ausschließlich für den Nutzer persönlich einzusehen, sie werden weder bei Google gelistet, noch sind sie für Fremde einsehbar.

Der Umgang mit ausgeloggt.net ist so simpel wie die Idee dazu: Nach einer sehr schnellen Anmeldung hinterlässt der Aussteigewillige nur genau die Daten, auf die ausschließlich ausgewählte Freunde Zugriff haben dürfen: Adresse, Telefon und E-Mail-Adresse. Mehr braucht man nicht, um "echte" Freundschaften zu pflegen. Dann noch Freunde in den diversen Netzwerken einladen – und das war’s. Niemand sonst kann die Adressinformationen sehen, kein Unternehmen erhält sie für Werbezwecke und die Nutzer werden weder von Newslettern noch von wöchentlichen Status-Mails genervt. Für die Initiatoren Udo Raaf (u.a. Gründer von Tonspion.de) und Eric Kubitz (Gründer von Xonio.de) ist die Plattform kein Geschäft, sondern ein Statement. Die beiden Betreiber des Webguides Netselektor.de sehen die Datensammelwut der neuen Communities kritisch und versprechen die Daten ihrer Nutzer auch zukünftig weder Dritten zur Verfügung stellen, noch sie für personalisierte Werbung zu nutzen.

Ausgeloggt.net soll dennoch mehr sein als nur eine Anti-Plattform. Am Ende hat der Nutzer etwas sehr Hilfreiches und Sinnvolles: ein persönliches Online-Adressbuch, das er sich auch aufs Handy oder in sein Mailprogramm übertragen kann und über das er sich jederzeit verabreden kann. Draußen im echten Leben mit echten Freunden. Und das ist bekanntlich spannender und unterhaltsamer als jedes YouTube-Filmchen oder tausend virtuelle Bekanntschaften.

Link: www.ausgeloggt.net

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