Ausspioniert: Duels

Fünfmal nachgefragt bei den Neo-Britpop Debütanten
Unser Redakteur Jan Schimmang stellt auf Tonspion regelmäßig verschiedenen Künstlern immer die gleichen fünf Fragen – und wird hoffentlich jedes Mal andere Antworten erhalten. Diesmal sprach er mit den Brüdern Jon und Jim Foulger von den Duels.



[Was läuft gerade in eurem MP3-Player?]

JON FOULGER: Ich höre gerade Wilco, Jonny Cash, Smog, Nick Cave und auch Bonnie Prince Billy.

JIM FOULGER: Mein iPod ist so unübersichtlich. Da ist ein Haufen Zeugs drauf. Aber ich habe einfach nicht die Disziplin, das alles korrekt zu benennen. Daniel Johnston, den amerikanischen Songwriter, höre ich gerade viel. Er ist schon im weit fortgeschrittenen Alter, lebt aber noch bei seinen Eltern.

[Das Wichtigste zu eurem aktuellen Album in drei Sätzen?]

JON: Unsere Musik hat mal jemand als ?Popmusik mit einem dunklen Herz? beschrieben.

JIM: Im britischen Pop klingt gerade vieles nach unbekümmerten Hedonismus. Unsere Musik soll einen gewissen Tiefgang und eine Seele verfügen: Post-Hedonismus sozusagen.

[Was würdet ihr gerne an der Musikbranche ändern?]

JON: Dass so viel Geld in Musikvideos gesteckt wird. Das ist furchtbar. Da verschwindet Geld in einem schwarzen Loch. Alles nur wegen der Promotion. Aber das ändert sich ja vielleicht schon bald, weil die Leute anderen Zugang zu neuen Platten finden. Über das Internet zum Beispiel. Wir haben unser aktuelles Video selbst gedreht, mit fast keinem Budget.

[Was wolltet ihr schon immer mal gefragt werden?]

JON: Wo hast du deine Hose gekauft? (Pause, lacht) Nein, ernsthaft. Was ich festgestellt habe ist, dass wir in Deutschland in Interviews insbesondere zur unserer Musik befragt werden ? das ist bei den Kollegen aus dem UK nicht immer der Fall.

[Und wie würde darauf deine Antwort lauten?]

JON: Die Hose? Habe ich bei Marks & Spencer gekauft.

___

Auf ihrem Album ?The Brights Light And What I Should Have Learned?, das am 28. Juli auf V2 erscheint, überzeugen die Duels mit durchdachtem Britpop. Neben den beiden Brüdern spielt auch deren Cousine Katherine als Keyboarderin in der Band. Musikalisch sind Vergleiche mit Blur und den Kaiser Chiefs nicht weit hergeholt. Eine Tour durch Deutschland ist in Planung. (js)

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