Ausspioniert: Kasabian

Fünfmal nachgefragt beim Status Quo des britischen Wave-Rocks
Tonspion-Redakteur Jan Schimmang stellt auf Tonspion regelmäßig verschiedenen Künstlern fünf Fragen – und erhält jedes Mal andere Antworten. Diesmal mit Chris Edwards, dem Bassisten von Kasabian.



[Was läuft gerade in deinem MP3-Player?]

Die Rolling Stones, Black Sabbath und T-Rex höre ich viel, die haben auch unserer aktuelles Album beeinflusst. Auch bei den Synth-Sounds der Boards of Canada habe ich in letzter Zeit genau hingehört. Und gerade habe ich mir das Album von Jose Gonzales zugelegt. Aber ehrlich gesagt, ich kaufe mir viele Platten und komme kaum dazu, sie anzuhören.

[Euer Album in drei Sätzen?]

Im Gegensatz zu unserem Debüt handelt es sich eher um Songs, nicht um Tracks. Ich meine damit, dass die Fähigkeit des Songschreibens noch deutlicher heraus zu hören ist. Dabei sind die Stücke bewusst angeordnet und nehmen dich mit auf einen Trip.

[Wie würdest du die Musikbranche verändern?]

Ich habe noch immer Probleme mit den Downloads. Dabei geht es mir jetzt nicht um finanzielle Absätze oder so. Ich meine, einerseits finde ich es prima, dass man sich einzelne Tracks zu einem wirklich fairen Preis herunter laden kann. Aber andererseits fehlt mir das Haptische schon sehr. Ich habe Sorge, dass in ein paar Jahren sich niemand mehr physische Tonträger kauft. Ich höre gerne CDs und Vinyl.

[Welcher Track repräsentiert das Album am besten?]

?British Legion?, weil irgendwie spiegelt er die Zeit, in der wir das Album eingespielt haben, treffend wider. Für uns ist er deswegen ein sehr emotionaler Track. Wir haben ihn um vier Uhr nachts aufgenommen, ein klassischer One Take. Eigentlich wollten wir ihn am nächsten Tag noch mal überarbeiten, aber als wir ihn dann morgens hörten, war für uns klar: er bleibt so wie er ist.

[Erinnerst du dich noch an euren ersten Gig?]

Ja, das war in unserer Heimat in Leicester. Ich war verdammt nervös. Alle unsere Freunde waren da. Aber es ist so: je besser du mit der Zeit an deinem Instrument wirst, desto weniger nervös bist du. Das hat zur Folge, dass zwar mit der Zeit das Publikum immer größer wird, du damit aber auch immer relaxter umgehst.

___

Mit "Empire", dem Nachfolger ihres Debütalbums, beweisen Kasabian endgültig ihr Gespür für die Weiterentwicklung des Madchester-Rave. Das Album wird Mitte September erscheinen. Eine Tour ist ebenfalls geplant: der freundschaftliche, aber überraschende Ausstieg des Gitarristen Chris Karloff scheint also verkraftet.

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