BitTorrent öffnet "Paygate" für Musiker

Neue Vertriebsplattform für Musik als Konkurrenz für Amazon, iTunes und Spotify

Die Tauschbörse BitTorrent macht seine Ankündigung ernst und öffnet seine Plattform für den Direktvertrieb von Musik. Als erster prominenter Künstler hat Thom Yorke von Radiohead sein Soloalbum dort als Bundle angeboten, jetzt folgt Musikproduzent Diplo. 

Mit dem Bundle "F10rida" startet BitTorrent offiziell sein "Pay Gate" Angebot und öffnet es für alle Musiker. Ab sofort kann man jeder seine Musik über die Tauschbörse vertreiben und den Preis und Inhalt für seine Bundles selbst festlegen.

BitTorrent behält 10 Prozent des Kaufpreises ein, für die Kreditkartennutzung oder Paypal werden weitere 5 Prozent fällig. Der Rest geht direkt an den Verkäufer, die dann selbst für die Abrechnung mit Gema und Co. zuständig sind. Apple behält für seine Downloads rund 40 Prozent ein, Spotify 30 Prozent, insofern ist BitTorrent für Künstler eine interessante Alternative für den Vertrieb ihrer Alben oder "Bundles". 

BitTorrent verfügt nach eigenen Angaben über eine Reichweite von über 170 Millionen Usern und ist damit so groß wie Spotify, Netflix und Hulu zusammen. 

Nutzer, die ein Bundle herunterladen wollen, müssen sich zunächst den BitTorrent Client herunterladen und installieren. In einem Interview mit Tonspion sagte BitTorrents Contentchef Matt Mason, dass BitTorrent ausschließlich legale Dateien anbiete. Darunter auch zahlreiche kostenlose Promo-Bundles, die es zum Preis einer Mailadresse für den Newsletter des Künstlers gibt.

10 Gründe, warum BitTorrent das Musikbusiness verändern könnte

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