Brennen mit Listen.com, tauschen mit Microsoft

In einer Zeit, in der alle Augen auf die ganz großen Konflikte gerichtet sind, da gehen die kleinen Neuigkeiten des Tages schon mal unter. Dabei gab es in den den letzten Tagen einige interessante Meldungen, die uns einen Ausblick auf die Zukunft der Musik im Netz geben könnten. Oder geht es doch wieder nur um geschicktes Marketing?

So hat die Online-Abo-Plattform Listen.com angekündigt, ab sofort Songs für 49 Cents zum Brennen anzubieten. Listens Rhapsody-Service ist in erster Linie eine Art Streaming-Jukebox, bei der sich einige tausend Alben zum Festpreis von 10 Dollar pro Monat anhören lassen. Seit einiger Zeit erlaubt das Angebot auch das Brennen einzelner Titel gegen Aufpreis. Bisher hatte man sich dabei jedoch an die Preisvorgaben der Industrie gehalten und einen knappen Dollar pro Song verlangt. Nach Informationen von Listen.com ist die 49-Cent-Aktion für die Firma denn auch ein Verlustgeschäft, weshalb sie auch bis Ende März begrenzt ist.

Natürlich verspricht sich Listen.com mit der Aktion zuallererst einmal neue Abonnenten, die unter Preis verkauften Songs sind damit nicht viel mehr als eine Marketing-Maßnahme. Doch im Falle eines Erfolgs könnte die Aktion andere in der Branche - von Pressplay bis zum deutschen Download-Portal Popfile - auch zum Nachdenken bewegen: Müssen Downloads eigentlich genau so teuer sein wie eine CD im Laden - oder lassen sich die geringeren Kosten nicht auch an den Kunden weitergeben?

Denkanstöße gibt es in diesen Tagen auch von Microsoft. Die Firma hat soeben angekündigt, eine eigene Peer to Peer-Applikation für Jugendliche auf den Markt zu bringen. Der Codename des noch in der Entwicklung befindlichen Projekts: Three degrees. Ist der Service erst einmal verfügbar, soll er Kleingruppen von bis zu 10 Personen das gemeinsame Chatten, den Austausch von Bildern und - hört, hört - den gemeinschaftlichen Musikgenuss ermöglichen. Interessenten können sich jetzt im Netz zum Betatest anmelden. (jr)

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