Coreprobe: Teste deine Stimmbänder

Wie man als Sänger seine Stimme richtig einsetzt

Wer in einer Band singt kennt das: im Proberaum schreit man mit schwachem Gesangsmonitor gegen voll aufgedrehte Gitarrenverstärker und Schlagzeug an und ruiniert so langsam aber sicher seine Stimme. Mach hier deinen Test, wie es um deine Stimme bestellt ist.

Thomas Fischer ist der erste Coach für Metal und Hardcore und hat eine Methode entwickelt, wie er Shouter, die immer am Limit ihrer Stimmbänder unterwegs sind, so schult, dass sie auch längere Konzerte durchhalten ohne heiser zu werden. Dafür schulte der die Mädels und Jungs des Knabencore, in dem gemeinsam in der Gruppe geschrien und gegrölt wird, was die Stimmbänder so hergeben. Ohne sie dabei zu ruinieren.

Denn das ist die große Gefahr, wenn man seine Stimme ständig auf Anschlag hat, ohne sie gleichzeitig kontrolliert stützen zu können.

Wissenschaftler der Leipziger Universitäts-Phoniatrie und des Max-Planck-Institutes (MPI) sowie des Musikwissenschaftlichen Institutes der Universität Köln haben den Gesang von Heavy Metal-Shoutern etwas genauer untersucht. Sie wollten herausfinden, welche Teile des Stimmapparates den typischen Heavy-Metal-Sound kreieren und wie sich das auf die Stimmbänder auswirkt. Dabei fanden sie heraus, dass Metal-Sänger noch mehr als klassisch ausgebildete Opernsänger den oberen Bereich des Kehlkopfes sowie den Rachenbereich aktivieren.

Beim Metal-Growlen sind weniger die Stimmbänder gefragt, sondern die sogenannten Taschenbänder des Kehlkopfes. Durch diese muss Luft mit hohem Druck gepumpt werden, damit der typische Röhrton entsteht, der im Metal bei vielen Bands zu hören ist. Entscheidend ist, dass die Luft aus dem Bauch und nicht aus der Brust kommt. Nur wer die Bauchmuskeln einsetzt, kann erfolgreich gegen harte Gitarrenriffs anbrüllen ohne sofort Heiserkeit, Halskratzen und Stimmversagen zu riskieren.

Zudem stellten die Forscher fest, dass die Schleimhaut der Sänger während des Schreiens und Grölens sehr viel Sekret bildet. „Der Schleim dient nicht nur als Schutzfilm für Rachen und Kehlkopf, sondern zudem als mitschwingendes Element und macht den extremen Heavy-Metal-Gesang erst möglich“, erklärt der Leipziger HNO-Arzt Prof. Dr. Michael Fuchs.

Die Wissenschaftler fanden außerdem heraus, dass einige der Testsänger über einen Tonhöhenumfang von vier Oktaven verfügten. „Damit stehen sie mit Opernsängern durchaus auf einer Stufe“, wie Prof. Fuchs betont.

Um herauszufinden, ob du als Metalshouter geeignet bist, mach mit bei der „Coreprobe“: schalte dein Mikro ein und schrei für mindestens 2 Sekunden so laut du kannst rein. Anschließend bekommst du die Auswertung, ob du dich als Metalshouter eignest oder ob du doch eher bei den Regensburger Domspatzen anheuern solltest.

Aber auch wer seine Stimme viel trainiert, hat als Sänger häufig das Problem, dass die Schleimhaut im Hals austrocknet, vor allem vor Konzerten, denen oft tagelange Proben vorausgehen. Hustenreiz und Heiserkeit sind die Folgen, die natürlichen Feinde eines Sängers. Mit GeloRevoice Halstabletten kriegt man dieses Problem aber vor jedem wichtigen Auftritt in den Griff und sorgt beim Lutschen dafür, dass sich ein spezielles Revoice Hydro-Depot wie eine Schutzschicht über die trockene und gereizte Schleimhaut legt und die Stimme schützt.

Aber in jedem Fall gilt: wer leidenschaftlich gerne und viel singt, muss es auch technisch so weit beherrschen, dass er seine Stimme nicht ruiniert. 

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