Das erste Internet-Gefängnis der Welt

Verbraucherverbände unterstützen Aktion gegen Abschaffung der Privatkopie
Mit der Parole "Privatkopie ist kein Verbrechen" ist diese Kampagne sicher nicht die letzte, die dem deutschen Urheberrecht den Kampf ansagt. Wer diese Aktion unterstützen möchte, muss sich verhaften lassen - im ersten Internet-Gefängnis der Welt.

Gefordert wird u.a. eine Bagatellklausel, die es erlaubt Musik und Filme im geringen Umfang zu privaten Zwecken zu kopieren mit der Begründung: es sei ja kein Verbrechen, Privatkopien anzufertigen. Verantwortlich für diese Kampagne sind die drei Interessenverteter: der Verbraucherzentrale Bundesverband, der Verein Campact und Fairsharing, eine Gruppe von Initiatoren, die sich für die Legalisierung von Filesharing einsetzt.

Inzwischen sitzen mehr als 4000 Personen freiwillig im ersten Online-Knast ein und fordern mit ihrer Inhaftierung ein Verbot von verbraucherfeindlichen Kopierschutzsystemen und die Erhaltung der Bagatellklausel für Privatkopien im neuen Urheberrecht.

Einzelne Aktivisten demonstrierten am Montag vor dem Reichstag, als eine weitere Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages ergebnislos zu Ende ging. Wer sich das Ganze nur einmal aus der Nähe ansehen möchte, kann den Gefangenen auch netterweise einen Besuch abstatten. (netselektor.de/sp)

Weitere Webtipps gibt es täglich auf unserer neuen Website Netselektor (www.netselektor.de).

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