Das Wort zur Popkomm

Statements zur Eröffnung der Musikbranchenmesse 2007

Die Popkomm feiert sich selbst und Musik aus Deutschland. Ausgerechnet Tokio Hotel und La Fee sollen als Vorzeige-Exportschlager den Weg weisen. Mit solchen "Visionen" haben sich die Berliner Popkomm-Veranstalter nicht nur Freunde gemacht und spalten die vielstimmige Branche mehr denn je. Wir haben einige Statements rund um die Musikmesse, die vom 19.9.-21.9.2007 in Berin stattfindet, zusammengestellt.

"Wir sind romantisch veranlagt und wollen deshalb auch in Zukunft CDs und Vinyl veröffentlichen." (Fred Fröse, Haute Areal in der taz)

?75 Prozent der Musikhörer kaufen nach wie vor CDs.? (Ralf Kleinhenz, Popkomm via dpa)

Das Münchner Indie-Unternehmen Hausmusik, das als Label, Vertrieb und Plattenladen tätig war, gibt auf. Wegen eklatant gesunkener Umsätze vor allem im Ausland schließt die Firma. (Musikwoche.de am 18.9.2007)
 
"Es gibt bei etlichen Musikfans die Haltung: Wir geben unser Geld lieber für Konzerttickets aus, und sparen uns dafür die Tonträger." (Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft (idkv) in Spiegel Online)

?In den letzten fünf Jahren sind die Eintrittspreise um rund ein Drittel gestiegen? (Klaus-Peter Schulenberg, CTS Eventim in FAZ.net)

?Die Plattenindustrie ist doch mit ihrer jahrelangen Überheblichkeit und sturen Hochpreispresserei selbst schuld an ihrer Krise. (?) Wenn Leute für ihre Freunde ein paar Tracks aufnehmen, tut mir das nicht weh.? (Mark Finkelstein, Strictly Rhythm in der Berliner Zeitung)

"Zum ersten Mal bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich die jungen Leute noch erreiche in diesem Land." (Gentleman nach einem Auftritt nach Bushido beim Konzert gegen Gewalt via Welt Online)

"Wir möchten, dass das deutsche Musikkulturgut als Ganzes im Ausland akzeptiert wird" (Popkomm-Direktorin Katja Bittner in Welt Online)

?Pop-Deutschland, also die Popkomm, hat sich als Land in diesem Jahr Deutschland selbst als Gast eingeladen. Das klingt zwar irgendwie krude formuliert, aber ich denke so denkt der moderne Eventmanager eben: Um´s Eck. Später: In der Eckkneipe.? (Maurice Summen, Staatsakt via Mail)

?Wir sind quasi wie MySpace in real. Man kann Bands aus der ganzen Welt entdecken und sich treiben lassen? (Popkomm-Direktorin Katja Bittner in Welt Online)

?Die Musikundustrie versagt beim Auftritt: statt einer satten Stimme - singt ein jämmerlicher Chor der Unabgestimmten. Random Noize Musick fühlt sich mitunter bestens unterhalten von der Unterhaltungsundustrie.? (Daniel Meteo, Random Noize Musick via Mail)

?Die Popkomm ist eine Klein- und Mittelstandsmesse. Diesen Unternehmen wollen wir eine Chance bieten, in den Markt einzutreten." (Ralf Kleinhenz, Popkomm im Musikmarkt)

?Es ist ja nun so: Da wir als kleines Label kein Budget für Musikmessestände haben und auch dem Staat hierfür nicht auf der Tasche liegen möchten (Stichwortverzeichnnis: Zuschüsse), haben wir uns entschlossen der Popkomm als Label nicht beizuwohnen. Uns nicht einzumieten.? (Maurice Summen, Staatsakt via Mail)
 
?Offiziell eröffnet wird die Messe am Mittwoch von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU).? (Welt Online)

Work in progress. Weitere Statements werden gerne entgegen genommen.
(Kompiliert von Udo Raaf)

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