Dave Grohl: "Es ist mir scheissegal, wie viel für Musik bezahlt wird"

Foo Fighters Frontmann bezieht Stellung zur Diskussion um Spotify

In einem Interview mit Digital Spy hat Dave Grohl eine klare Haltung vertreten: es sei ihm scheißegal, wie viel die Leute für seine Musik bezahlten, so lange sie zu seinen Shows kommen. 

Nach dem Spotify-Rückzug von Taylor Swift und der seitdem lauter werdenden Diskussion, ob Streaming ein langfristig tragfähiges Geschäftsmodell für Musiker ist, hat Dave Grohl seine Meinung dazu geäußert: "Ich spiele nächstes Jahr zwei Nächte in Wembley", das sei es, was ihn interessiere, nicht wie viel Leute für Musik bezahlen.

"Ich will, dass die Leute meine Musik hören und es ist mir scheißegal, ob sie 1 Dollar oder 20 Dollar zahlen, aber hör dir das verdammte Lied an", so Grohl. "Du willst, dass dir die Leute deine Musik anhören? Dann gib ihnen deine Musik. Und dann geh raus und spiele eine Show. Sie mögen deine Musik? Dann kommen sie auch zur Show. So einfach ist das für mich und ich glaube, so ist das schon immer gelaufen."

Er bezieht sich dabei auch auf seine Punkrock-Wurzeln mit Nirvana. Damals sei es überhaupt nicht ums Geschäft gegangen, sondern um den Spaß auf der Bühne.

Album: Foo Fighters - Sonic Highways

Nicht jeder teilt die Ansichten von etablierten Stars wie Grohl, der in der Blütezeit des Musikgeschäfts erfolgreich wurde und sich finanziell keine Sorgen mehr zu machen braucht. Der Sänger von Cracker, David Lowery ist studierter Mathematiker und hat es sich zur Aufgabe gemacht nachzuweisen, dass das Geschäftsmodell von Spotify für die große Mehrheit aller dort vertretenen Künstler rein rechnerisch gar nicht funktionieren könne. Auf seinem Blog hat er aktuelle Zahlen eines Indielabels veröffentlicht, die besagen, dass ein Stream mit nur 0,005 Dollar honoriert wird. Selbst bei einem massiven Wachstum von Spotify, prognostiziert Lowery, könne nur ein sehr kleiner Teil der Künstler von ihrer Arbeit leben.

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