Die 10 besten Alben von Madonna

Von "Like A Virgin" bis "Hard Candy"

Madonna hat in 32 Jahren Unzähliges releast: Alben, Singles, Videos, Best Ofs, Remix-EPs, Live-Mitschnitte, Soundtracks. Höchste Zeit für eine Retrospektive: Die zehn besten Alben der Queen of Pop im Ranking - mindestens ebenso kontrovers wie Madonnas Karriere.

10. Hard Candy (2008)

Trotz offensichtlicher Anbiederung an ein junges Publikum durch Kollabos mit Pharrell, Timbaland, Justin Timberlake und Kanye West hat auch das vielgescholtene "Hard Candy" (das streckenweise verdächtig nach Nelly Furtados zwei Jahr zuvor erschienenem "Loose" klingt) ein paar Perlen zu bieten - allen voran "Miles Away". Die urbanen Signature-Produktionen der Hitmacher stehen Madonna dabei noch nicht mal schlecht, nur ist das Songmaterial leider größtenteils beliebig.

9. True Blue (1986)

Voll im Einklang mit dem Zeitgeist wirbelte Madonnas Dritte entschlossen Richtung Superstar-Status. Leichtfüßiger, energiegeladener 80s-Pop, der auch fast 30 Jahre später noch Spaß macht - nur an Substanz mangelt es noch ein wenig.

8. Like A Virgin (1984)

Der große internationale Durchbruch mit dem zweiten Album etablierte Madonna nicht nur endgültig als Popstar, sondern auch als Trendsetterin, die die Mode ihrer Zeit nachhaltig beeinflusste. "Like A Virgin" ist, seinerzeit noch mit piepsigen Minnie-Maus-Vocals, Madonnas erster wahrhaft ikonischer Karrieremoment.

7. American Life (2003)

Aufgrund gezwungen provokanter, angestrengt wirkender Promo-Moves (das letztlich dann doch nicht offiziell releaste Video zum Titelsong, der Britney-Kuss, die Che-Guevara-Referenzen) und ungünstiger erster Single-Auskopplungen (wieder der Titelsong, "Hollywood") Madonnas unterschätztestes Album, dafür aber auch eins ihrer persönlichsten. Die Zusammenarbeit mit Mirwais, die schon mit "Music" begann, entpuppt sich in der perfekt abgestimmten Mischung aus Electro-Pop mit Akustikgitarre erneut als echte Traumpaarung.

6. Confessions On A Dance Floor (2005)

Man vergisst ja gerne mal, dass Madonna am aktuell wieder abflauenden EDM-Hype maßgeblich beteiligt war. Mit dieser in Zusammenarbeit mit Stuart Price produzierten Dance-Tour-de-Force, bei der die einzelnen Tracks ohne Unterbrechung ineinanderfließen, setzte sie vor zehn Jahren den Ton - ihr bis dato letzter waschechter Trendsetter-Moment.

5. Bedtime Stories (1994)

Mit Hilfe von Nellee Hooper, R&B-/Soul-Produzenten wie Dallas Austin, Dave Hall oder Babyface und einer Reihe prominenter Samples von u.a. Aaliyah und Stevie Wonder wagte sich eine sexuell befreite Madonna auf zeitgenössisches, urbaneres New-Jack-Swing-Terrain. Elegant, sinnlich und betörend.

4. Music (2000)

Mit Anfang 40 saß die Queen fest auf ihrem Pop-Thron: Die "Music"-Ära war begleitet vom süffisanten Selbstbewusstsein einer Herrscherin, die weiß, dass ihr die Welt zu Füßen liegt. Diese Attitude untermauerte Millennium-Madonna mit einer kompakten, größtenteils überraschend melancholischen Kollektion wunderbar eigensinnig-experimenteller Electropop-Songs mit gerade noch genug Mainstream-Appeal, um ihr auch die Herrschaft über die Charts zu sichern.

3. Erotica (1992)

Miley Cyrus' jüngste Tabubrüche wären ohne "Erotica" und der vorausgehenden Single "Justify My Love" überhaupt nicht denkbar. Mit dem Album und dem legendären begleitenden "Sex"-Buch zeigte Madonna der Prüderie ihres Heimatlandes den Mittelfinger. Madonnas ebenso skandalträchtige wie ikonische Fünfte ist tatsächlich voller prickelnder sinnlicher Momente und tief im (House-)Sound ihrer Zeit verwurzelt.

2. Like A Prayer (1989)

"Like A Prayer" markierte Madonnas Aufstieg vom Pop- zum Superstar und läutete gleichzeitig die Zeit des stetigen Wandels ein, für den sie bis heute weltbekannt ist. Das kreative, eklektische Album war und ist ein klares Statement: Madonna ist gekommen, um zu bleiben. "Express Yourself" und der Titelsong gehören bis heute zu ihren größten Hymnen.

1. Ray Of Light (1998)

Von Madonnas Esoterik-Trip Ende der 90er kann man ja halten, was man will, aber das Album, das (nicht zuletzt dank William Orbit) dabei herauskam, ist pure Pop-Perfektion: Persönlich, reif, innovativ, progressiv und schlicht wunderschön. Die Queen of Pop auf dem absoluten Zenit ihres kreativen Schaffens.

 

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