Die Bill of Rights für Musikfans!

Der Tonspion Wochenrückblick
Der Branchenlog Hypebot schlägt eine „Bill of Rights“ für Musikkonsumenten vor, die RIAA macht sich in einem Rundumschlag an den amerikanischen Studenten zu schaffen und für das Downloadjahr 2006 in Deutschland gibt es wieder Zahlen und Statistiken.

Das Motto ?Der Kunde ist König ist ja allseits bekannt. Jedoch hat sich dieser Grundsatz wohl noch nicht ganz bis zur Musikindustrie herumgesprochen. Nein, vielmehr waren und sind alle Protagonisten des digitalen Musikmarktes seit jeher mehr mit sich selbst beschäftigt (siehe Krise der Musikindustrie bis hin zur DRM-Debatte) als sich um ihre eigentliche Klientel, den Konsumenten zu kümmern. Die Leute vom Branchenlog Hypebot wollen dabei nicht mehr zusehen und haben eine ?Bill Of Rights? für Musikfans ins Leben gerufen, die 8 Punkte beinhaltet. Darunter Forderungen wie ?Die Musik, die ich kaufe, wird auf jedem Player abspielbar sein, den ich besitze?.

Bleiben wir noch kurz beim Thema. Die RIAA ist ja bekannt dafür, dass sie sich um ihre Konsumente aka Internetpiraten ganz besonders intensiv kümmert. Jetzt bekommen dies Stundenten an einigen amerikanischen Unis zu spüren, die Uni-Netzwerke dazu nutzen, um P2P-Systeme wie LimeWire oder Kazaa zu bestücken. Wer den Gang zum Gericht nicht machen will oder sich im Vorfeld schuldig bekennt, kann sich mit der RIAA quasi außergerichtlich einigen. Auf der eigens eingerichteten Website namens p2plawsuit.com können die Stundenten die Strafe (zu ermäßigten Tarifen!) gleich online einzahlen. Außerdem gibt es auf der Website ein paar pädagogische Einheiten zum Thema ?Wie downloade ich legal?? zu lesen.

Wie man legal Musikstücke aus dem Netz bezieht, wissen nicht wenige Menschen in Deutschland: im Vorjahr wurden rund 26 Millionen Einzelsongs und Alben heruntergeladen. Laut Bitkom kletterte der Gesamtumsatz am digitalen Musikmarkt somit auf rund 48 Millionen Euro. Das bemerkenswerte daran: rund zwei Drittel aller Stücke wurden von Männern heruntergeladen. (pb)

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