Die erfolgreichsten Musiker: Platz 7-10

10. Whitney Houston
Soul-Ikone, Diva, Jahrhundertstimme. Die Attribute, mit denen Whitney Elizabeth Houston bedacht wird, sind so vielfältig wie ihre 3 Oktaven umfassende Stimme. Nach einer steilen Karriere in den 80er und 90er Jahren folge Anfang der Nullerjahre der Absturz. Erst blieben die Erfolge aus, dann kamen private Krisen, Drogensucht, Scheidung, das volle Programm.

Ihr letztes Album „I Look To You“ konnte 2009 zwar noch einmal gute Verkäufe generieren, die anschließende Tour jedoch offenbarte eine von Tabletten und Alkohol gezeichnete Frau, deren einst so grandiose Stimme immer wieder versagte.

Im Februar 2012 verstarb Houston unter ungeklärten Umständen in der Badewanne ihres Hauses in Beverly Hills. Ihre Musik und ihre unvergleichliche Stimme leben weiter und zu den bis heute 200 Millionen verkauften Alben werden sicher noch einige Millionen hinzu kommen.


9. Queen
Was heute mit Adam Lambert um die Welt tourt kann den Platz in diesen Top 10 nicht erklären. Dafür fehlt ein Name: Freddie Mercury. Der Held, die Lichtgestalt, die Rampensau unter den Frontmännern der Musikgeschichte. 1968 gründete Gitarrist Brian May seine erste Band „Smile“, der sich bald ein gewisser Farrokh Bulsara, wie Mercury mit bürgerlichem Namen hieß, als Sänger anschloss.

Sänger und Band benannten sich kurz darauf um, der Rest ist Geschichte: „Bohemian Rhapsody“, „Another One Bites The Dust“, „Somebody To Love“ oder „Under Pressure“, gemeinsam mit David Bowie - Die Hits von Queen kennt die ganze Welt. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Welt am 24.11.1991 kurz still stand: Freddie Mercury starb.

Doch selbst nach seinem Tod sorgte der Jahrhundertkünstler noch für Superlativen: das im April 1992 ihm zu Ehren im Londoner Wembley Stadion veranstaltete Tribut-Konzert mit Annie Lennox, David Bowie, George Michael, Elton John, Metallica und anderen, gilt als eines der größten Konzerte aller Zeiten. Mit dem Erlös gründeten die verbliebenen Mitglieder der Band den „Mercury Phoenix Trust“ um sich im Kampf gegen HIV zu engagieren.

Wie auch immer man zu dem steht, was heute unter dem Namen Queen passiert - über 200 Millionen verkaufte Tonträger lassen Queen und Freddie ewig leben.

8. Pink Floyd
Drei Schulfreunde, eine Band - nichts ungewöhnliches? Wenn die Freunde Roger Waters, David Gilmore und Syd Barrett heißen, dann schon: die Rede ist natürlich von Pink Floyd. Im Schnelldurchlauf: Personalwechsel, Trennungen, eine Rockoper und ein hässlicher Rechtsstreit.

Nach dem viel zu frühen Tod von Syd Barrett (2006) und Keyboarder Richard Wright (2008) sind zwar alle Hoffnungen der Fans auf ein Revival endgültig begraben. Aber mit legendären Hits wie „Another Brick in the Wall“, „Wish you were here“ oder „Money“ sowie ca. 250 Millionen verkauften Tonträgern auf dem Tacho zählen Pink Floyd längst zu den ganz großen Helden der Musik.

7. Led Zeppelin
In den nur 12 Jahren ihres Bestehens schrieb die Band um Robert Plant und Jimmy Page Geschichte. Sie gelten als Vorreiter des Hardrock, verarbeiteten in ihrem Sound Elemente aus Blues, Folk und Heavy Metal. Schon mit der zweiten Single "Whole Lotta Love" standen sie bei uns auf Platz 1 der Charts, "Stairway to Heaven" enthält das laut dem US-Magazin Guitar World „beste Gitarren-Solo aller Zeiten“.

Am 25.9.1980 fand man Drummer John Bonham unwürdig erstickt am eigenen Erbrochenen. Die Band löste sich daraufhin auf und mit Ausnahme eines gemeinsamen Konzertes im Jahre 2007 (mit Johns Sohn Jason Bonham an den Drums) lehnt man eine Reunion bis heute ab. Mit Geld wird man nicht sonderlich locken können: 300 Millionen verkaufte Platten dürften eine Altersarmut verhindern.  

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