Die fünf spannendsten Virtual-Reality-Brillen

Eine Übersicht der wichtigsten VR-Modelle

Virtual Reality ist die logische Weiterentwicklung und Konsequenz aus 3D-Filmen und 360°-Videos. Auf dieser Liste haben wir die wichtigsten aktuellen VR-Brillen aufgelistet.

Virtual Reality, oder kurz VR, ist eigentlich keine technische Innovation, sondern lediglich die Verschmelzung von mehrern Technologien, die schon seit Jahren im Einsatz sind. Denn im Prinzip nimmt ein VR-Clip ein normales 360°-Video (hier unsere Liste der besten aktuellen Rundum-Videos) und kombiniert dieses mit der Stereobild-Technologie, die auch in 3D-Filmen im Kino eingesetzt wird, um eine künstliche Räumlichkeit des Videos zu erzeugen und das vollständige Eintauchen zu ermöglichen. 

Natürlich ist das auch und vor allem innerhalb von Spielen möglich, weswegen Virtual Reality in Gamer-Kreisen schon seit Jahren als das nächste große Ding angepriesen wird. Um aber tatsächlich in den vollen Genuss der virtuellen Realität kommen zu können, wird ein zusätzliches Gadget benötigt: Eine VR-Brille.

Diese Brille ist prinzipiell ein Display, dass direkt am Kopf vor den Augen angebracht wird (Head Mounted Display) und den Sichtbereich des Benutzers nach außen abschirmt, um ein vollständiges "Versinken" im Virtuellen zu ermöglichen.

Dabei verfolgen Hersteller zwei gänzlich unterschiedliche Ansätze. Es gibt auf der einen Seite VR-Brillen mit integriertem Display, die mit Konsolen oder dem Computer zusammen verwendet werden können und sollen. Deutlich günstiger, aber auch eingeschränkter, sind Brillen ohne Display, die eigentlich nur eine Halterung für ein Smartphone darstellen, auf dem dann mit der richten App VR-Videos oder kleine Spiele gespielt werden können.

Alle Brillen haben gemeinsam, dass sie in irgendeiner Form mit Bewegungssensoren ausgetattet sind, die ein ganz natürliches Navigieren durch das Drehen des Kopfes ermöglichen sollen.

Hier unsere Liste mit den spannendsten aktuellen VR-Brillen:

1. Oculus Rift

Occulus Rift ProduktbildDie Oculus Rift ist der Veteran und das Flagschiff unter den VR-Brillen. Das Team hinter der Rift hat es vor einigen Jahren geschafft mit einer Kickstarter Kampagne die Öffentlichkeit wieder mehr auf die Technik aufmerksam zu machen und die Weiterentwicklung von VR anzutreiben. Die Bewegungserkennung der Brille ist sehr gut und das Spieleangebot vergleichsweise groß. Allerdings erfordert die Software zur Benutzung der Rift eine mehr als solide Rechner-Hardware am Schreibtisch und bei einem Preis von knapp 700 Euro ist sie sicher nichts für Einsteiger.

2. HTC Vive

HTC Vive Produktbild

Die HTC Vive ist zur Zeit der zweite große Player im Kampf um den Thron in der VR-Branche und ein Joint Venture von HTC und Velve. Im Prinzip verfolgt sie das gleiche Ziel und ist ähnlich ausgestattet, wie auch die Oculus Rift. Allerdings ist die Spieleauswahl für die Brille von HTC bisher noch deutlich kleiner als bei ihrem Vorbild.

Dafür bringt die HTC Vive allerdings ein Feature mit, auf das Besitzer einer Rift verzichten müssen: Es gibt nämlich die Möglichkeit zu der Brille noch zwei Controller zu kaufen, die von dem Gerät erkannt werden und in der virtuellen Realität als Hände fungieren. Damit verspricht HTC nochmal ein deutlich intensiveres Erlebnis als es durch das reine Bestaunen von Virtuellen Welten geschaffen wird. Für diese zusätzliche Intensität verlangt HTC für das komplette Set mit 900 Euro aber auch nochmal eine Menge mehr Geld.

3. Samsung Gear VR

Samsung Gear VR ProduktbildDie Samsung Gear VR ist die erste "Brille" in dieser Übersicht, die kein integriertes Display hat, sondern in erster Linie als Halterung für das eigene Smartphone dient. Kompatible ist die Gear mit allen Premium-Smartphones, die Samsung seit dem S6 herausgebracht hat. Damit zum Steuern der Apps nicht ständig das Handy aus der Brille genommen werden muss, befindet sich an ihrer Seite ein kleines Touchpad, womit durch die Anwendungen und Videos navigiert werden kann. Damit ist die Samsung Gear VR die High-Class-Lösung unter den günstigen Modellen. Die Brille gibt es bereits für etwas unter 100 Euro.

4. Google Cardboard

Google Cardboard ProduktbildDie Google Cardboard ist quasi die radikale, abgespeckte Variante der Samsung Gear VR. Für schlappe 15 Euro bietet der Technikriese im Internet Bausätze an, aus denen sich zu Hause eine kleine, sehr einfache VR-Brille aus Pappe basteln lässt. Zusatzfeatures hat die Brille natürlich keine. Dafür kostet sie aber auch quasi nichts. Mittlerweile gibt es außerdem eine breitere Produktpalette der Cardboards, sodass es für nahezu jede Handygröße und jeden Geschmack ein passendes Modell gibt.

5. Zeiss VR One Plus

Zeiss One Vr Plus Produktbild

Mit Zeiss bringt sich ein Hersteller in den Markt der VR-Brillen ein, den erstmal wenig mit der Technik verbindet. Der Vorteil des Optikspezialisten liegt aber klar in der großen Erfahrung bei der Herstellung von Linsen. Die VR One Plus hat ein ähnliches Konzept, wie auch die Samsung Gear VR. Allerdings kann die Brille von Zeiss mit jedem beliebigen Handy mit einer Displaygröße zwischen 4,7 Zoll und 5,5 Zoll benutzt werden. Die Steuerung der VR-App gestaltet sich bei diesem Modell ebenfalls etwas anders, als gewohnt, da Zeiss hier vollständig auf eine Kopf-Gestensteurung setzt. Außerdem ist die One Plus so gestaltet, dass Brillenträger ihre eigentliche Brille problemlos unter ihr tragen können. Die VR One Plus kostet zur Zeit etwas mehr als 100 Euro.

Fazit:

Virtual Reality ist stark im Kommen. Es wird die Unterhaltungsbranche in allen Bereich, die mit visuellen Inhalten arbeiten, in den nächsten Jahren stark prägen.

Um an dieser Entwicklung teilhaben zu können, muss man nicht zwingend hunderte Euro ausgeben. Für Leute, die einfach mal ein paar 360°-Videos auf Youtube schauen und erste einfache Erfahrungen mit VR machen wollen, reicht die Google Cardboard in jedem Fall aus. Entdeckt man die virtuelle Realität dann als bereichernde Spielerei, kann es durchaus Sinn ergeben auf die Samsung Gear VR oder die Zeiss VR One Plus aufzurüsten, denn diese Modelle bieten durch ihre integrierten Steuersysteme einen deutlich höheren Bedienkomfort.

Die Oculus Rift und HTC Vive sind schon allein wegen des hohen Preises nur etwas für Menschen, die sich sehr intesiv und ausgiebig mit Virtual Reality beschäftigen wollen. Einen echten Mehrwert gegenüber den Lösungen ohne integriertes Display bieten sie allerdings erst wirklich, wenn man die Brillen auch zum Gaming verwenden möchte.

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