Die Lieblingsband per Ultra-Breitband

Deutschland ist schon ein armseliges Plätzchen. Während andernorts die Kabelmodems heiß laufen, warten wir hier immer noch auf unseren DSL-Anschluss. Und wenn wir es dann endlich alle haben, wird man sich wundern, wie langsam es ist. Zum Beispiel im Vergleich zu Ultrabreitband.

Geschwindigkeit ist wichtig, besonders bei großen Downloads. War hat nicht schon einmal Stunden damit verbracht, sich ein paar MP3s mit seinem alten Analog-Modem aus dem Netz zu landen. Oder darunter leiden müssen, dass der Live-Stream lediglich mit armseligen 24 kbps funktionierte. Mono, versteht sich. Was dann ungefähr so toll klingt wie Musik hören per Telefon.

Die Lösung ist recht einfach, schon, weil es kaum Alternativen gibt: DSL. Das ist zwar zumindest für Telekom-Kunden gerade erst wieder teurer geworden, aber trotzdem: Wer es einmal ausprobiert hat, will es haben. Dumm nur, wenn man in einem jener Teile Ostdeutschlands wohnt, die vor ein paar Jahren ein niegelnagelneues Glasfaser-Telefonnetz bekommen haben. DSL läuft nämlich nur über Kupferkabel. Über Glasfaser könnte man zwar auch so einiges übertragen, aber dazu fehlt es der Telekom an Willen, Mitteln und Standards.

Also heißt es dort: Abwarten. Bis eine Stunde später der Download endlich da ist oder ein paar Jahre später endlich neue Technologie. Zum Beispiel Internet übers Fernsehkabel. Geht theoretisch heute auch schon, ist sogar noch ein ganzes Stück schneller als DSL, aber die Anbieter sind mal wieder nicht so weit.

Klarer Fall, Deutschland ist spät dran. Dummerweise ist zu erwarten, dass wir diese Verspätung nie ganz aufholen werden. Denn während wir uns so langsam DSL-mäßig aufrüsten, bastelt man in den USA bereits am Ultrabreitband. Das eigentlich auf einer ganz alten Technologie fußt, nämlich der Radioübertragung. Nur wird für Ultrabreitband nicht eine Frequenz benutzt, sondern ein ganzer Haufen von Frequenzen auf einmal.

Damit lassen sich mit extrem geringem Aufwand rund 40 bis 60 Megabit übertragen - allerdings nicht von teuren UMTS-Antennen, sondern einfachen, Radio-ähnlichen Geräten. Damit ist das Gerede von der letzten Meile entgültig Schnee von gestern. Und das tollste daran: Die ersten Geräte kommen in den nächsten zwei Jahren auf den Markt. Endlich mal was, auf das es sich zu warten lohnt. (jr z. Zt. USA)

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