Downloadmarkt in Deutschland wächst um 34 Prozent

Aber: Nur ein verkaufter Download pro Internet-Nutzer

In Deutschland wurden 2007 rund 34,5 Millionen Downloads verkauft. Damit wuchs der Markt um rund 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch nach wie vor entsprechen diese Zahlen bei Weitem nicht dem tatsächlichen Musikkonsum.

34,5 Millionen Downloads, soviel wurde laut Media Control im Jahr 2007 in Deutschland verkauft - was sich auf den ersten Blick recht viel liest, ist bei genauerer Betrachtung dann doch sehr bescheiden. Es gibt in Deutschland ungefähr genau so viele Menschen zwischen 14 und 64, die regelmäßig das Internet nutzen. Entsprechend wäre das ein einziger bezahlter Download pro Jahr und Nase. Wenn man nun davon ausgeht, dass jeder anständige Mensch Musik hört, wird deutlich, dass die Zahlen noch bei Weitem nicht den Musikkonsum in Deutschland widerspiegeln und immer noch große Zurückhaltung beim Kauf von Downloads im Internet herrscht.

Bei den Alben (bzw. neudeutsch "Bundles") sieht es noch magerer aus. Gerade mal 2,9 Millionen Alben gingen über den virtuellen Ladentisch. Vor allem die kleineren Acts jenseits der aktuellen Top 10 haben nach wie vor existenzbedrohende Probleme, da sich ihre Musik viel schneller per Copy&Paste verbreitet, als durch bezahlte Downloads.

Allerdings erwarten Marktforscher für 2008 eine deutliche Belebung durch den inzwischen branchenweit erwartetend Verzicht auf Kopierschutzsysteme (DRM) für Downloads.

Noch eine erstaunliche Zahl zum Schluss: Spitzenreiter der Album-Downloadcharts 2007 sind überraschenderweise nicht Nationalbarde Herbert Grönemeyer (Platz 3) oder Nelly Furtado (Platz 2), sondern die Fantastischen Vier mit ihrem Album "Fornika".

Udo Raaf / Tonspion.de

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