Downloads sollen teurer werden

Erfolg von Apple iTunes macht Musikindustrie stutzig

Nach einem Bericht der Financial Times erwägen einige Musikfirmen, die Preise für Downloads anzuheben. Der überraschende Erfolg des iTunes Music Store habe entsprechende Überlegungen genährt, ob Downloads derzeit etwa zu günstig seien.

Während in Europa zumindest auf Kundenseite die relativ einhellige Meinung vorherrscht, dass Downloads noch zu teuer sind, ist man in den USA schon wieder ganz woanders. Downloads sind zu billig, so die Erkenntnis einiger Musikmanager nachdem Apple nun mehr als eine Viertelmilliarde Downloads verkauft hat.

Auf die niedrigen Preise habe man sich nur eingelassen, um den Verkauf von Musik-Downloads anzukurbeln. Allerdings macht der Verkauf von Musikdownloads derzeit noch bescheidene 2% des Umsatzes mit Musik aus. Und die Mehrheit aller Musikhörer, denen Downloads nach wie vor zu teuer sind, beziehen ihre Musik nach wie vor lieber kostenlos und illegal bei den Tauschbörsen.

Ob Preiserhöhungen zu diesem Zeitpunkt das richtige Signal für den Musikmarkt sind oder den Tauschbörsen nicht ganz neuen Schwung durch verärgerte Onlinekunden bringen, muss vorläufig noch abgewartet werden. Noch nicht alle Labels haben sich zu dieser Idee geäußert, Universal und Sony BMG stünden Preiserhöhungen "noch" skeptisch gegenüber, heißt es in dem Bericht. Apple-Chef Steve Jobs, der auf einen Einheitsverkaufspreis von 99 Cent besteht und diesen Preis zum Maß aller Dinge gemacht hat, soll verärgert auf den Vorstoß reagiert haben.

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