DRM ade?

Verzichten SonyBMG und Warner ebenfalls auf die digitale Rechteverwaltung?

AmazonMP3 ist erst wenige Tage online, da mehren sich im Netz schon die Anzeichen, dass Sony BMG und Warner ihre bisherige Haltung zu DRM schneller überdenken als erwartet. Zwei ranghohe Verantwortliche wagen zumindest einen vagen Ausblick in eine Zukunft ohne DRM.

Die Musikwoche beruft sich dabei auf Aussagen von Edgar Bronfman, seines Zeichens CEO der Warner Music Group, und Edgar Berger, Chef von SonyBMG Deutschland. Gegenüber Investoren gab sich der bisher unnachgiebige, eifrige Kämpfer für DRM Bronfman ungewöhnlich einsichtig. "DRM werde zwar weiterhin seinen Platz in musikalischen Zukunftsmodellen haben, doch es müsse nicht zwingend in allen Verkaufsformen zum Einsatz kommen", wird Bronfman zitiert.

Ähnlich äußerte sich sein deutsches Pendant Edgar Berger während der Popkomm. Berger ließ durchblicken, dass man sich auch bei Sony nicht länger den aktuellen Entwicklungen verschließen will und sich "Gedanken über eine abgestufte Form des Verzichts auf DRM mache". Wie gesagt, die Äußerungen der beiden Firmenchefs sind vage. Wer sich aber so vehement für DRM eingesetzt hat wie Sony BMG und Warner, kann seine Position nicht einfach aufgeben. Trotzdem scheint durch Amazons Offensive schon jetzt neue Bewegung in den Downloadmarkt gekommen und es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis DRM der Vergangenheit angehört.

Florian Schneider / Tonspion.de

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