Elefantenhochzeit: Fusion von Sony Music und BMG endgültig perfekt

Nachdem die EU-Kommission der Fusion von Sony Music und BMG bereits zugestimmt hatte, ist nun auch das Einverständnis der amerikanischen Kartellbehörde erteilt worden. Der größte Musikkonzern der Welt wird Sony BMG Music Entertainment heißen. Trotz einiger Bedenken könnte diese Fusion wider Erwarten langfristig für frischen Wind auf dem Musikmarkt sorgen.

Harte Zeiten brechen für den bisherigen Weltmarktführer Universal an. Von New York aus werden ab sofort weitreichende Entscheidungen für die Musikbranche gefällt werden. Denn dort wird der Hauptsitz des neuen Musikgiganten Sony BMG Music Entertainment bezogen werden. Eine dieser Entscheidungen wird die Mitarbeiter des Konzerns wenig erfreuen: ein Drittel der Arbeitsplätze sollen im Zuge der Fusion wegfallen. Der genaue Zeitplan hierfür, und welche Standorte besonders betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Feststeht allerdings, dass der Konzern dadurch jährlich bis zu 350 Millionen Euro einsparen möchte. Dem gegenüber steht ein geplanter Jahresumsatz von fünf Milliarden Euro im Jahr. Die Verteilung des Unternehmens ist im Zuge der Fusion gleichgewichtig vonstatten gegangen: Sony und BMG halten jeweils 50 Prozent des neuen Musik Imperiums.

Vor dem Hintergrund, dass bereits vor der Fusion die fünf größten Musikkonzerne ganze 80 Prozent des Weltmarktes unter sich aufteilen, wollten unabhängige Musikproduzenten ein Verbot der Fusion erwirken. Sie sahen in der Fusion von Sony und BMG u.a. die Gefahr von Preisabsprachen. Doch diese Argumentation konnte die Fusion nicht stoppen. So werden mit der Zustimmung von EU-Kommission und US-Kartellbehörde sicherlich die Arbeitsverhältnisse vieler Künstler beendet. So hat Bertelsmann bereits angekündigt, sich in Deutschland von zwei Dritteln ihrer Künstler zu trennen.

Was im ersten Moment Schlimmes für das Repertoire des Musikmarktes befürchten lässt, ist auf den zweiten Blick vielleicht gar nicht so schlecht. So manches unabhängiges Label freut sich bereits darauf, die entlassenden Künstler ab sofort unter ihre Fittiche zu nehmen. Und zwar unter Bedingungen, die fernab vom Geschäft mit Klingeltönen hoffentlich endlich auch wieder dem künstlerischen Output zuträglich sein werden. (js)

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