Emiliana Torrini stürmt die Charts

Mit der "Jungle Drum" zum Sommerhit

Emiliana Torrini hätte man bis vor Kurzem überall erwartet, aber nicht aber nicht an der Spitze der deutschen Charts. Denn ihr bisheriges Schaffen hat nur wenig mit dem Mainstream zu tun, der sich dort normalerweise findet. Insofern ist ihr plötzlicher Erfolg mit "Jungle Drum" ein echtes Medienphänomen.

Der Song vom Album "Me and Armini" (2008) wurde bereits im März 2009 in Deutschland ausschließlich als Download vom Indielabel Rough Trade veröffentlicht. Zunächst nahm davon kaum jemand Notiz, bis er im Finale der Heidi-Klum-Show "Germany's Next Top Model" im Mai zu hören war. Sofort stieg er auf Platz 1 der iTunes Charts und wurde zum meistgesuchten Song. Jetzt hat er auch die offiziellen Single-Charts gestürmt.

Dabei ist die Isländerin Emiliana Torrini Davíðsdóttir, wie sie mit vollem Namen heißt, schon lange im Geschäft. Bereits 1994 veröffentlichte sie ein Album mit der Band Spoon, drei Jahre später landete sie mit dem isländischen Musiker-Kollektiv GusGus zumindest einen heimlichen Hit als Sängerin des nach wie vor höchst empfehlenswerten Albums "Polydistortion".

Erste kommerzielle Erfolge hatte sie dann als Sängerin von "Gollum's Song" im zweiten Teil von Herr der Ringe und vor allem als Komponistin und Produzentin von Kylie Minogues schwüler Hymne "Slow", wofür sie eine Grammy-Nominierung erhielt. Ganz so überraschend und über Nacht kam der Erfolg also nicht, doch in diesem Fall lohnt es sich auch mal zu schauen, was sie außer ihrer Hit-Single noch so alles gemacht hat.

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