Emusic wagt Neustart

Eines der ältesten kommerziellen Online-Musikangebote wagt diese Woche einen ambitionierten Neustart: Emusic will seine Website mit Live-Mitschnitten und Musikjournalismus aufwerten.

Am Mittwoch soll bei Emusic der Startschuss für den Neuanfang fallen. Mit neuem Website-Design, exklusiven Inhalten und Kopierschutz-freien MP3s will die Website sich dann abermals als erste Anlaufquelle für Indie-Musik im Netz etablieren. Zur Aufwertung des Angebots wurden bereits 12 Musikjournalisten eingestellt ? darunter auch Edelfedern vom Rolling Stone, der New York Times und dem US-Radionetzwerk NPR.

Emusic bietet Musikfans drei gestaffelte MP3-Abonnements an: Für 10 Dollar lassen sich 40 Songs, für 15 Dollar 65 Songs und für 20 Dollar 90 Songs pro Monat von der Website laden. Damit ist das Angebot deutlich günstiger als die Konkurrenz von iTunes & Co. Alle Titel werden zudem komplett ohne Kopierschutz als MP3s angeboten. Außerdem wendet sich Emusic im Gegensatz zu manch einem großen Konkurrenten an Kunden aus aller Welt.

Emusic ist einer der ältesten kommerziellen Online-Musik-Anbieter. Anfangs versuchte sich die Website eher erfolglos am Verkauf einzelner Titel kleiner Plattenfirmen. Die Kunden kamen erst, als Emusic im Rahmen eines Abos für 10-15 Dollar pro Monat beliebig viele Mp3-Downloads versprach. Doch mit den bis zu 70 000 Kunden kamen auch die Schulden ? und mehrere Eigentümerwechsel.

Nach dem letzten Verkauf verabschiedete sich Emusic vom All you can eat-Modell und ersetzte es durch die gestaffelten Download-Grenzen. Daraufhin kündigten zahlreiche Stammkunden an, sich von der Plattform verabschieden zu wollen. Neue Nutzer will Emusic nun offenbar auch durch exklusive Inhalte gewinnen. In Zusammenarbeit mit der Online-Musik-Website The Orchard bietet Emusic zahlreiche Live-Mitschnitte von Indie-Bands zum Download an.
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