Fluence: Plattform will Musiker und Entdecker zusammen bringen

Neues Startup für Musik-Promotion

Wir bekommen täglich über 100 Mails in die Redaktion, mit der Bitte, uns Musik anzuhören. Bisher war diese Flut kaum zu bewältigen. Das kalifornische Startup Fluence bietet eine pragmatische Lösung, die Musikern und Kuratoren gleichermaßen hilft.

Machen wir uns nichts vor: nichts ist deprimierender, als Musik zu verschicken und nichts von demjenigen zu hören, dem man sie - meist aus gutem Grund - zugesandt hat. Die Selbstzweifel wachsen. Hat man was falsch gemacht? Ist es überhaupt angekommen? Und zumindest ein Satz wäre ja nett gewesen. 

Im digitalen Zeitalter ist es so einfach wie noch nie, Musik direkt an Magazine, Blogs oder Labels zu schicken. Und das macht es so enorm kompliziert: weil es so einfach ist, werden Magazine wie Tonspion inzwischen von Promoagenturen oder Bands aus der ganzen Welt mit Anfragen bombardiert, doch mal eben hier und da reinzuhören und bei Gefallen einen Beitrag zu schreiben. De facto ist das aufgrund der Masse an Musik längst nicht mehr zu bewältigen. Zwar hören wir in vieles rein, was auf Anhieb viel versprechend klingt, doch für ein individuelles Feedback fehlt uns ganz schlicht und ergreifend die Zeit.

Aber wo es ein Problem gibt, gibt es auch ein Startup. In diesem Fall heißt es: Fluence

Fluence will Bands und Kuratoren, also Blogger, Radiomacher, Labels etc. zusammen bringen und einen direkten Austausch ermöglichen.

Das Prinzip: Künstler und Bands können ihre Musik per Link von Soundcloud oder Youtube einreichen, sich interessante Kuratoren auswählen und gegen Bezahlung eines geringen Minutenpreises pro Stream ein individuelles Feedback abholen. So stellen sie sicher, dass ihre Musik tatsächlich gehört wird und man auch ein Feedback bekommt. Die Kuratoren stellen umgekehrt sicher, dass sie ihre Zeit nicht unbezahlt opfern müssen.

Fluence bietet mit seinem Micropayment nun die Chance, dass dieser enorme Zeitaufwand entlohnt wird, ohne das Portemonnaie der Kreativen über die Maßen zu strapazieren. Feedback für einen Song bei Fluence einzuholen kostet insgesamt weniger, als eine CD zu verschicken! Und bei einer CD- oder Vinylbemusterung bezahlt man Leute, die einem am Ende auch nicht weiterhelfen können.

Tatsächlich kann Feedback von erfahrenen, passenden Kuratoren helfen, den richtigen Weg einzuschlagen und an wertvolle Kontakte und Empfehlungen zu kommen. Wer die Dienste einer professionellen Promoagentur dafür buchen will, muss dafür schnell einen vierstelligen Betrag auf den Tisch blättern. Für Newcomer ist das viel zu teuer und letztlich auch nutzlos, denn auch Promoagenturen verschicken meistens nur Newsletter an Leute, die sowieso schon viel zu viel Post bekommen.

Aber auch ohne selbst Musik anzubieten, kann man Fluence sinnvoll nutzen: auf der Plattform kann man internationalen Kuratoren folgen und auf diese Weise neue Musik entdecken, die man anderswo kaum gefunden hätte.

Ob das völlig neuartige Promotool auch angenommen wird, steht noch in den Sternen. Zahlen, um ein Feedback zu bekommen, klingt erstmal seltsam. Aber kein Feedback bekommen ist auch keine Lösung.

Wer uns Musik über Fluence zusenden möchte, kann das hier tun - Feedback garantiert: 


10 Tipps zur Online Promtion für Bands und Musiker

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