Folgt Universal dem Beispiel der EMI?

Verkauf von DRM-freien Downloads bei Apple angeblich in Vorbereitung
Der Start der Kooperation von iTunes und Emi, mit dem Versuch DRM-freie Audiofiles höher preisig zu verkaufen, beflügelt offenbart die Phantasie. In den letzten Tagen tauchten im Netz immer wieder Informationen auf, Universal stecke mitten in Verhandlungen mit Apple, via iTunes Audiofiles ohne Kopierschutz aus dem eigenen Katalog zu ergänzen.

Digital Music News meldete bereits am Freitag Universal würde mit Apple verhandeln. Die Website berief sich dabei auf eine nicht namentlich genannte Quelle, die direkt an den Verhandlungen beteiligt sei. Ein variables Preissystem und Fragen bezüglich eines ähnlichen Wasserzeichens für die Audiofiles, wie es bei Warners Angebot auf Lala.com zum Einsatz kommen soll, seien Gegenstand der Verhandlungen. Mit einem konkreten Ergebnis können man schon in den nächsten ein, zwei Wochen rechnen, so Digital Music News weiter.

Inzwischen berufen sich zahlreiche Quellen im Internet auf diese Meldung, darunter auch die deutsche Musikwoche. Heute legt die englische Times nach. Demnach stünde Universal kurz davor zumindest testweise Downloads ohne Digital Rights Management anzubieten. Ziel der Test sei es, festzustellen, ob Downloads ohne DRM wirklich häufiger nachgefragt werden, selbst wenn sie mehr kosten als Downloads mit Kopierschutz. Die Times weist weiter daraufhin, dass man sich bei Universal selbst nicht einig darüber sei, ob entsprechende Test mit oder ohne Apple iTunes über die Bühne gehen sollen. Die einzig offizielle Stimme zum Thema stammt von Peter LoFrumento, Senior Vice President der Universal Music Group, der von Pocket-lint mit den Worten zitiert wird: "Die Gerüchte entsprechen nicht der Wahrheit".

Viel Lärm um Nichts im stets um die neuste Aktualität bemühten Internet oder ein Hinweis darauf, dass EMIs letzte Woche gestartete Kooperation die anderen Majorlabels mehr als nur ins Grübeln bringt? Einigkeit herrscht zumindest dahingehend, dass Warner und SonyBMG wohl keine Wahl bliebe auf DRM zu verzichten, wenn sich Universal, immerhin die größte Plattenfirma der Welt, dazu entscheiden würde. (fs)

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