Fünf wichtige Fragen an Spotify

Künstler fragen nach Tragfähigkeit des Geschäftsmodells

Seit sechs Jahren ist Spotify im Netz und löste damit in den letzten Jahren einen Streaming-Boom aus. Doch die Musiker gehen bisher weitgehend leer aus. David Lowery, Sänger von Camper van Beethoven und Cracker, stellt in seinem Blog "The Trichordist" fünf Fragen, die Künstler und Manager Spotify stellen sollten.

In seinem Blog The Trichordist kämpft David Lowery für die Rechte der Musiker im digitalen Zeitalter. Nach den Tauschbörsen hat der studierte Mathematiker Spotify als "Piraten" ausgemacht, die Künstler ausbeuteten und sie mit Cent-Beträgen abspeisten. Schließlich sei der Gründer Daniel Ek unter anderem mit Tauschbörsen reich geworden. 

In einem Artikel stellt er fünf Fragen, die sich darum drehen, an welchem Punkt Spotify für Künstler zum tragfähigen Geschäftsmodell werden kann. Die Zahlen liegen auf dem Tisch. Doch die Antwort bleibt bislang aus. Nach Einschätzung von Lowery sorgt Spotify in erster Linie dafür, dass deutlich weniger Musik verkauft wird und damit der Umsatz der gesamten Branche trotz Abomodell sich in wenigen Jahren nochmals halbieren wird. 

Außerdem verlangt er Auskunft, wohin die Gelder aus den 10 Millionen kostenpflichtigen Abos genau fließen, wenn nicht mal offen gelegt wird, wer mit welchem Anteil am Unternehmen beteiligt ist und an welcher Stelle vom Geschäftsmodell profitiert. Letztlich werde das Geschäft von Spotify von der Wall-Street und seinen Investoren bestimmt und könne deshalb gar nicht im Interesse der Kreativen sein.

Five important questions to Spotify from Artists and Managers

amazon music unlimited

Tonspion Newsletter

Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Welt der Musik einmal wöchentlich in deine Mailbox.
Kein Spam, versprochen! Du kannst dich in jedem Newsletter wieder abmelden.
* Pflichtfeld

Tonspion präsentiert täglich die beste neue Musik mit Streams, Videos und kostenlosen Downloads sowie die wichtigsten Neuheiten aus dem Netz.
Folge uns auf Facebook:

Ähnliche News

Musik Streaming Anbieter im Vergleich

Musik Streaming Anbieter im Vergleich

Alle wichtigen Streamingdienste im Netz
Streamingdienste bieten für eine überschaubare monatliche Pauschale den Zugriff auf Millionen von Alben und Songs. Mit Playlists und persönlichem Radio verändern sie grundlegend, wie und welche Musik wir hören. Hier die wichtigsten Anbieter im Schnellvergleich.
Tonspion Release Radar auf Spotify

Stream: Tonspion Release Radar auf Spotify

Die Neuerscheinungen der Woche in einer Playlist
Auch der aufmerksamsten Redaktion entgeht die ein oder andere hörenswerte Veröffentlichung. Dieses Dilemma lösen wir ab sofort mit dem "Tonspion Release Radar" auf Spotify. Hier könnt ihr die Playlist abonnieren.
Stream: Der Tonspion Mix der Woche auf Spotify

Stream: Der Tonspion Mix der Woche auf Spotify

Redaktion trifft Algorithmus
Als Musikredaktion stehen wir algorithmisch erstellten Playlisten naturgemäß eher kritisch gegenüber. Meistens sind sie langweilig und vorhersehbar. Aber unser "Mix der Woche" auf Spotify basiert auf unserer eigenen redaktionellen Vorauswahl und kann sich hören lassen. Hier könnt ihr jede Woche den "Tonspion Mix der Woche" hören.
Die Toten Hosen (Foto: Erik Weiss)

Die Toten Hosen jetzt bei Streaming Diensten verfügbar

Alle 44 Alben im Stream
Die Toten Hosen gehörten bisher zur kleinen Gruppe der Künstler, die sich noch gegen den unaufhaltsamen Streamingtrend stellten. Das hat nun ein Ende. Jetzt können Fans sich freuen, denn die Punkrocker stellen alle ihre Alben zum Streamen bereit.

Aktuelles Album

Forever

Cracker - Forever

Cracker in Indierockgefielden
Nach dem Ende seiner Band Camper van Beethoven gründete David Lowery in den Neunzigern die Band Cracker. Auf ihrem Album "Forever"(2001) veröffentlichten sie diesen schmissigen Weihnachtssong zu Ehren einer verflossenen Liebe.