Gema-Sperre: Gigantische Sicherheitslücken bei Add-On Dienst Hola

47 Millionen Nutzer betroffen

Der beliebte Onlinedienst Hola hat sich darauf spezialisiert Geo-Sperren wie bei Youtube elegant zu umgehen. Hacker haben jetzt aber am Beispiel Hola gezeigt, wie brandgefährlich solche Browser Add-Ons für den heimischen PC werden können.


Wer kennt es nicht...

Hacker offenbarten nun die Schattenseiten dieser Möglichkeit der uneingeschränkten Nutzung von Musikvideos oder Fernsehsendungen ausländischer Anbieter. Die Software sei übersäht von schwersten Sicherheitslücken, die es sogar möglich machen auf den Rechnern der Hola-Nutzern nach Belieben schalten und walten zu können. Die Kampagne Adios Hola! fordert nun alle Nutzer auf das Programm besser heute als morgen zu löschen.

Hola ist nicht das einzige Unternehmen, das diese Art von Diensten anbietet, ist aber der populärste. Aber was macht Hola jetzt so gefährlich für die 47 Millionen Nutzer (Unternehmensangabe)?


Mit 47 Millionen Kunden einer größten Anbieter der Branche

Der Clou bei Hola ist, dass sie selbst keine eigenen Server betreiben, sondern auf den Rechnern der Kunden jeweils eigene Mini-Server einrichten. Dort werden Informationen gespeichert, weitergeleitet und auf Anforderung abgerufen.
Möchte sich ein deutscher Nutzer ein Video eines US-amerikanischen Anbieters anschauen, wird eine direkte Verbindung zwischen deutschen und amerikanischen Hola-Kunden, also zwischen den Servern hergestellt.

Diese sogenannte "Peer-to-Peer"-Verbindung läuft mittels eines installierten Plugins fortlaufend, d.h. selbst dann, wenn der Nutzer gerade keine Videos über Hola schaut.
Dieses Plugin, so wird es zumindest versprochen, solle die Identität des Nutzers vor dem Zielserver schützen. Genau das sei aber nicht der Fall.

Die Hacker hatten keine Probleme auf den Festplatten der Hola-Nutzer zu stöbern, Programme zu starten oder sämtlichen anderen Schabernack zu treiben. Stellt sich die Frage, ob es dieses Risiko wirklich wert ist, sich die neueste Game of Thrones-Folge mithilfe solcher VPN-Dienste zu streamen. Denn in wie weit sie wirklich ausreichend anonymisierend arbeiten kann man als Privatnutzer nur schwer einschätzen.

Youtube-Sperre umgehen mit Firefox und Chrome

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