Gericht verbietet Filesharing

In einem neuerlichen Urteil im richtungsweisenden Prozess gegen Napster wird bestätigt, dass Napster grundsätzlich nicht mehr als Tauschbörse an den Start gehen darf, solange darüber das Urheberrecht noch verletzt werden kann.

Zwar gilt Filesharing als das Prinzip, was Napster in den vergangenen beiden Jahren zu einer der wichtigsten Internet-Anwendungen gemacht hat, trotzdem muss Napster in Zukunft einen großen Schritt zurück machen. Denn im immer noch andauernden Prozess des inzwischen von Bertelsmann übernommenen Unternehmens gegen diverse Firmen aus der Musikindustrie, wurde nun erneut festgestellt, dass die Urheberrechte bei solchen Tauschbörsen zu 100% eingehalten werden müssen - ein unmögliches Unterfangen.

Damit wurde dem Argument widersprochen, man habe einen Großteil der beanstandeten Songs auf den Napster-Servern ausfiltern können und den Zugang abgesperrt. Der Wille und eine gute Trefferquote zählen nicht, solange noch Rechte verletzt werden können, stellte das Gericht in San Francisco fest. Doch eine Tauschbörse mit vielen Millionen Usern vollständig zu überwachen ist derzeit nicht möglich. Schließlich nutzen Millionen von Usern diese Applikationen, gerade weil sie sich damit unmittelbar mit den Festplatten von Millionen anderen Nutzern kurzschließen können, um umsonst an Musik ihrer Wahl zu gelangen.

Damit dürfte auch eine klare Richtung in den angelaufenen Prozessen gegen die noch aktiven Tauschbörsen wie KaZaa, Morpheus u.a. vorgegeben worden sein.
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