IFPI führt Kopierschutz-Richtlinien ein

Der deutsche Tonträgerverband IFPI hat Richtlinien veröffentlicht, in denen er seinen Mitgliedern, den Plattenfirmen, Richtlinien für den CD-Kopierschutz an die Hand gibt. Durch eine Vereinheitlichung des Kopierschutzes soll der User langsam an kopiergeschützte CDs gewöhnt werden.

Der Kopierschutz soll nach Angaben der IFPI auf der Aussenseite des Covers durch einen Aufkleber angekündigt werden, mit dem Zusatz auf welchen Laufwerken die CD abspielbar ist. Im Booklet sollen dann detaillierte Informationen zum jeweiligen CD-Kopierschutz enthalten sein, sowie eine Hotline-Telefonnummer bei nicht funktionierenden CDs.
Die Plattenbranche versucht derzeit den CD-Kopierschutz als Standard durchzusetzen, damit CDs zukünftig generell nicht mehr auf CD-Rom Laufwerken abgespielt werden und also auch nicht mehr gebrannt oder ins MP3 Format umgewandelt werden können. Dieses Vorgehen hat der Industrie Kritik von vielen Seiten eingebracht, etwa vom CD-Erfinder Philips, der findet, eine derartig eingeschränkte CD müsse zukünftig auch anders heißen, um die Verbraucher nicht zu verwirren. Noch setzen nicht alle Plattenfirmen auf einen Kopierschutz.

Doch die großen Plattenfirmen haben sich diesbezüglich längst geeinigt. Einzig die Verbraucher könnten dabei doch noch ein Wörtchen mitreden, wenn sie sich etwa bei den Hotlines oder direkt bei den Händlern über derartig eingeschränkte CDs beschweren würden. Doch das bleibt nach Aussagen der Industrie bisher weitgehend aus - woraus die Industrie eine breite Akzeptanz für die Notwendigkeit eines Kopierschutzes ableitet.
Doch täglich locken immer mehr Computerzeitschriften mit Aufmachern wie "CD Kopierschutz knacken - leicht gemacht" und entsprechenden Gebrauchsanweisungen. Es kann auch sein, dass die Verbraucher längst bemerkt haben, dass man einen Kopierschutz auch knacken kann und deshalb so erstaunlich gelassen bleiben... .(ur)

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