Indielabel kritisieren iTunes

Unabhängige Plattenfirmen sind teilweise unzufrieden mit dem Angebot

Labels wie Beggars Banquet, Sanctuary, V2 oder Ministry Of Sound kritisieren weiterhin das Angebot des iTunes Music Store UK. Unabhängige Plattenfirmen seien in der Auswahl nicht hinreichend repräsentiert.

Bereits kurz nach dem Start des europäischen iTunes Music Store im Herbst letzten Jahres beschwerten sich Labels wie Ninja Tune und Domino, dass sie nicht wie vereinbart im digitalen Katalog von iTunes vertreten seien. Damals hatte iTunes beispielsweise Tracks von Franz Ferdinand nicht rechtzeitig im Angebot. "Es ist für mich einfach unverständlich, dass es sich ein Unternehmen, das als Wegbereiter dieser neuen Vertriebstechnologie gilt, nicht zur obersten Priorität macht, sich besser nach den Bedürfnissen der unabhängigen Labels auszurichten", äußerte sich damals Harry Martin, seines Zeichens Chef bei Domino, zu der Zusammenarbeit mit iTunes.

Einige Monate später hat sich iTunes zwar formal über die Vertriebskonditionen mit den unabhängigen Plattenfirmen geeinigt. Doch in der Praxis gibt es anscheinend weiterhin Probleme. Jetzt muss sich der iTunes Music Store erneut mit Kritik seitens der unabhängigen Plattenindustrie auseinander setzen: zwar hat dieser derzeit eine Vielzahl von Songs in seinem Angebot, aber zu wenige davon seien über Indielabels veröffentlicht worden. So sieht es zumindest Michel Lambot von der Vereinigung unabhängiger Plattenfirmen (Impala ? Independent Music Companies Association) und wies auf Schwierigkeiten mit dem Upload bei iTunes hin. Ähnlich sieht es auch seine Kollegin Alison Wenham vom britischen Independent Verband AIM (Association of Independent Music): Mitglieder ihres Verbandes beschweren sich und bezeichnen die Verzögerung bei der Zusammenarbeit mit iTunes teilweise als "frustrierend". (js)

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