iTunes kann jetzt auch nach Hause telefonieren

Datenschutzprobleme bei Apple
Erschrocken dürfte die Kundschaft des iTunes Music Store vergangene Woche festgestellt haben, dass der Online-Musikshop ihrer Wahl mehr über sie weiss, als sie vielleicht von sich preisgeben wollen.

Denn die jüngste Version 6.0.2 der Apple-Musiksoftware iTunes informiert einen zentralen Server, welche Musik gerade auf dem heimischen PC gespielt wird, um dann Kaufempfehlungen aus dem Musikshop am Bildschirm aufscheinen zu lassen. Voraussetzung ist, dass die neue Funktion "iTunes Ministore" aktiviert ist. Computer-Experten empfehlen, diesen Dienst abzuschalten, denn dann würden auch keine Musikdaten übermittelt.

Nicht nur Datenschützer sehen ein Problem darin, dass bei der Softwareinstallation auf die werkseitig eingestellte Bespitzelungsfunktion nicht hingewiesen wird.
Natürlich argumentiert der Hersteller einmal mehr damit, dass diese Musikempfehlungen ein Service am Kunden sei. Es ist nicht das erste Mal, dass Softwarehersteller versuchen, Informationen über ihre Kunden zu sammeln und es wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal sein. Schöne neue Welt. (ur)

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