iTunes: Lob und Kritik

Der diese Woche gestartete deutsche iTunes Music Store hat nach den ersten zwei Betriebstagen viel Lob, aber auch einige Kritik einstecken müssen. Bemäkelt wird beispielsweise das Angebot im Indie-Bereich.

Grund für diese Kritik: Die in der britischen Association of Independent Musicians (AIM) organisierten Plattenfirmen hatten sich nicht mit Apple über die Lizenzierung ihrer Musik einigen können. Apple habe ihnen ein ruinöses Angebot gemacht, erklärte einer der britischen Labelbetreiber gegenüber der Presse. Als Folge dieser Auseinandersetzung sind nun zahlreiche Songs von Bands, die auf kleineren Plattenfirmen veröffentlichen, nicht auf iTunes zu haben.

Ganz zufrieden ist man allerdings wohl auch im Major-Lager mit dem Angebot noch nicht. So meldete sich die von den Fantastischen Vier gegründete Plattenfirma Fourmusic mit deutlicher Kritik an iTunes zu Wort. Es gebe viele Platten bisher nur sehr unvollständig im iTunes-Angebot. Außerdem würden auch kurze Interludes und Intros mit 99 Cent berechnet. Four Music-Director Fitz Baum beklagte dazu gegenüber der Musikwoche, dass der Label-Partner Sony für diese "unvollständigen und willkürlichen" Bestückung des Apple-Shops verantwortlich sei. Wenn Sony dies nicht unverzüglich in Ordnung bringe, wolle man sich ganz von der iTunes-Plattform zurückziehen.

Positivere Resonanz gibt es jedoch von den Endkunden. Auch wenn einige den Preis bemängeln und auch immer wieder von Betriebsstörungen berichtet wird, überwiegt in Web-Foren doch bisher Lob über Kritik. Offenbar genießt Apple auch hier zu Lande einen Vertrauensvorschuss, den die Konkurrenz von Popfile bis OD2 so nie für sich verbuchen konnte. Ob das ausreicht, um auch in Europa Traum-Ergebnisse einzufahren, wird sich zeigen. Die Marktforscher des Forrester-Instituts erklärten am Mittwoch, dass sich der US-Erfolg des Unternehmens schon wegen einer stärkeren lokalen Konkurrenz nicht so einfach wiederholen ließe. (jr)

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