Jahresrückblick 2015: Udo Raaf

Die besten Alben, Songs und Videos des Jahres

Das Jahr 2015 war ein guter Musik-Jahrgang. Auch ohne Adeles neuen Mega-Seller, bot das Jahr Höhepunkte am laufenden Band und zeigte, wie vielfältig unsere Musiklandschaft dank Internet heute ist - wenn man nicht immer nur Charts und Radio hört. Hier der Jahresüberblick von Udo Raaf.

Beste Alben:

1. iamamiwhoami - Blue
2. Howling - Sacred Ground
3. Lianne La Havas - Blood
4. The Chemical Brothers - Born In The Echoes
5. Sufjan Stevens - Carrie & Lowell

Beste Songs:

1. K.I.Z. - Hurra die Welt geht unter
2. Roosevelt - Night Moves
3. Hot Chip - Need You Now
4. Lana Del Rey - Music To Watch Boys To
5. Glen Hansard - Winning Streak

Bestes Video:

David Bowie - Blackstar

Man kann über Sinn und Unsinn von Musikvideos im Zeitalter nach dem Musikfernsehen lange streiten, aber David Bowie hat die Messlatte mal wieder ein paar Meter höher gelegt mit seinem surrealen Videotrip zu "Blackstar", dem Titelsong seines neuen Albums.

Bester Newcomer:

David August

Nicht mehr ganz so "new" und in der elektronischen Szene längst ein Star, hat sich der Hamburger David August mit einem fantastischen Live-Auftritt beim Electronic Beats Festival und dieser atemberaubenden Live-Performance bei mir einen Stein im Brett erspielt. 2016 kommt sein zweites Album, Auftritte mit Sinfonieorchester etc. pp. 

Bester Musikmoment:

Lianne La Havas / Kulturbrauerei Berlin

Lianne La Havas ist die sympathischste (und schönste) Erscheinung und beste Stimme im Popzirkus 2015. Sorry Adele. 

Schlimmster Musikmoment:

Eagles Of Death Metal im Bataclan

Der 13. November 2015 hat unser Weltbild massiv erschüttert als der Terrorismus erstmals  gewaltsam in unsere Welt und unsere Kultur eindrang. Und uns daran erinnert, dass Politik uns alle betrifft und wir uns gegen Terrorismus und Extremisten zur Wehr setzen müssen, wo immer es geht.
Selbst wenn das nur heißt, uns nicht aufhalten zu lassen, weiter auf Konzerte zu gehen und trotz allem, was derzeit nicht ganz rund läuft, keinen rechtsextremen Populisten mit vermeintlich einfachen Lösungen auf den Leim gehen. 

Wiederentdeckung des Jahres:

Janet Jackson

Comebacks sind eigentlich nicht mein Fall. Meistens geht's da nur noch um dicke Schecks für große Namen. Mit den ersten drei Alben ist meistens alles Wesentliche gesagt. Doch Janet Jackson hat sich nicht alleine auf ihren guten Namen verlassen, sondern sich voll und ganz auf ihre Musik konzentriert. "Unbreakable" ist ein Album, das tief in den 90ern wurzelt und gleichzeitig zeigt, wie ihr großer Bruder heute klingen könnte, wenn er noch da wäre. Ein sehr gutes, zu 50 Prozent sogar herausragendes Album.

Act für 2016: 

Dua Lipa

Sie sieht schon aus wie ein Star, hat eine naturgegebene Powerstimme und steht noch ganz am Anfang ihrer Karriere. Wenn nichts schief geht, wird die 19-jährige Dua Lipa aus London im nächsten Jahr ganz groß raus kommen und irgendwann die klaffende Lücke zwischen Rihanna und Adele schließen.

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