Kante spielen Großstadtrhythmus

Eine Revue im Friedrichstadtpalast mit Musik der Hamburger Schule

„Berlin - Die Sinfonie der Großstadt“ ist ein Film aus dem Jahr 1927. Ein Stummfilm, dem oberflächlich betrachtet keine Story zugrunde liegt, weil er schlicht und wortlos vom Rhythmus einer Großstadt erzählt. Eine Berlin-Schau, die alle schönen wie auch unschönen Kontraste eines Tages in der damaligen Stadt widerspiegelt. Dieser Film findet nun eine Fortsetzung der besonderen Art – mit musikalischer Begleitung aus Hamburg.

Der Berliner Autor und Regisseur Thomas Münstermann hat mit ?Rhythmus Berlin? eine Revue über die Hauptstadt geschrieben, die den Faden dieses Klassikers wieder aufnimmt. Diese Inszenierung wird im Friedrichstadt Palast in Berlin nun aufgeführt.

Inhaltlich geht es dabei um ein junges Pärchen, das nach der Spätvorstellung jenes besagten Stummfilms 24 Stunden in der Metropole erlebt. Die Musik und die Texte dazu hat u.a. Peter Thiessen, der Sänger, Gitarrist und Kopf von der Hamburger Band Kante, ausgearbeitet.

"Hamburger Schule Typ macht Texte für eine Revue über Berlin am Friedrichstadtpalast - das ist auf den ersten Blick natürlich erstmal eine recht absurde Kombination", meint zumindest Peter Thiessen über seine Mitarbeit zu dieser Revue. Warum er sich hier aber doch eingebracht hat und sich zudem auch thematisch damit verbunden fühlt, erklärt er wie folgt: "Das Thema Stadt hat seit ein paar Jahren einen festen Platz auf unseren Platten." Darüber hinaus kennt der Hamburger Berlin ja mittlerweile auch sehr gut: "Wenn es in Deutschland überhaupt eine Großstadt gibt, dann ist das Berlin. Zumindest ist Berlin die Stadt, die am meisten von der Vorstellung "Großstadt" lebt, und sei es nur als Fiktion einer Freiheit, Entgrenzung, Zügellosigkeit und Freiräume versprechenden Urbanität."

Kantes letztes Album "Die Tiere sind unruhig" ist bekanntlich komplett in Berlin produziert worden und auch jetzt scheint Thiessen in der Hauptstadt wieder Kreativluft geschnuppert zu haben: 18 Songtexte schrieb er für "Rhythmus Berlin", und zu Teilen komponierte er auch die Musik zum Stück, die er dann gemeinsam mit seinen Kante-Kollegen vertonte. Das Ganze hat sich nun zu einem nahezu eigenständigen, live eingespielten Album gemausert mit dem Titel "Kante Plays Rhythmus Berlin". Vermutlich um die Eigenständigkeit (sprich die Kompensation der Abwesenheit von Bühne und Inszenierung) dieses Albums zu gewährleisten, wurden Texte und Musik im Vergleich zur Revue im Friedrichstadtpalast etwas abgeändert.

Eine Woche nach der Premiere (02.03.07) von "Rhythmus Berlin - Die neue Revue im Friedrichstadtpalast" wird das Album "Kante Plays Rhythmus Berlin" veröffentlicht. Klingt spannnend. (bb)

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