KaZaa 2.5 gegen KaZaa Lite

Mit seiner neuen Version 2.5 geht KaZaa erstmals gegen den beliebten Trittbrettfahrer KaZaa Lite vor. Bei der Installation wird der Computer auf den KaZaa-Crack durchsucht und eine De-Installation angeordnet. Auch ansonsten versucht KaZaa massiv Besitz von der Festplatte des tauschwilligen Users zu ergreifen.

Rekordverdächtige 59 unerwünschte Komponenten findet etwa die Software Ad-Aware nach Installation der neuen KaZaa Version, wie mp3-world.net herausfand. Darunter sind unzählige Werbeprogramme noch die harmlosesten. Außerdem werden die Komponenten von Altnet mitinstalliert, mit denen KaZaa versucht eine Doppelstrategie zu fahren und zukünftig kostenpflichtige Download-Angebote unters Volk zu pushen. KaZaa wird auch immer wieder vorgeworfen, Informationen über die Nutzer (z.B. über eingegebene Suchbegriffe) zu sammeln und an den Server zurückzuleiten. Nebenbei lassen sich derlei Informationen schließlich noch für gutes Geld an diverse Marktforscher verscherbeln oder individuelle Kaufangebote unterbreiten.

Beim Versuch mit Ad-Aware die ganzen unerwünschten Software-Beigaben zu löschen, stellt man fest, dass KaZaa dann gar nicht mehr funktioniert. Somit wird klar, dass KaZaa nur noch nebenbei eine Tauschbörse ist. Die meisten Applikationen dienen einzig und allein dem Zweck, den KaZaa-Entwicklern zukünftig möglichst viel Geld zufließen zu lassen.

Doch auch der inzwischen von KaZaa ins Visier genommene werbefreie Clon KaZaa Lite ist nicht ganz so harmlos fürs eigene System, wie man denken mag. So sorgen mitgelieferte Applikationen beispielsweise dafür, dass grundsätzlich keine Werbebanner mehr auf einem PC angezeigt werden. Das sorgt nicht nur dafür, dass Webseiten oftmals völlig entstellt aussehen, sondern auch, dass kostenlose Angebote gefährdet werden, da die überlebensnotwendigen Werbeeinnahmen verloren gehen.

Auch zuviel Werbefreiheit kann also enorme Schäden anrichten, vor allem dann, wenn der Nutzer nicht mehr bestimmen kann, was er auf seinem Computer installieren möchte und was nicht. Software, die hierüber keine eindeutigen und verständlichen Informationen bereitstellt, sollte man also tunlichst vermeiden. (ur)

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