KaZaa kommt mit Premium Service

Während die Gerichte dieser Welt immer noch zu klären versuchen, inwieweit ein Tauschbörsen-Anbieter haftbar ist für das Tauschen illegaler Files über sein Netzwerk, hat die Firma Sharman an einem Geschäftsmodell für seine KaZaa-Tauschbörse gestrickt. Werbung oder Zahlen, so wird zukünftig die Devise heißen.

Denn mit der Software kommt gleich noch eine andere Software der Firma Brilliant mit auf den PC, die dafür sorgt, dass der KaZaa-User regelmäßig mit der passenden Werbung bombardiert wird, während er sich seine Lieblingssongs oder -filme über das Netzwerk herunterlädt. Wem das zu lästig ist, der wird sich zukünftig auch eine Premium-Version von KaZaa herunterladen können, die werbefrei und mit ein paar zusätlichen Features daherkommen soll. Das natürlich gegen Bares. Ob die Künstler, deren Werke über die Tauschbörse verbreitet werden am neuen Geschäftsmodell partizipieren, ist mehr als fraglich. Denn dann bliebe wohl kaum noch was für die umtriebige Firma Sharman übrig, die KaZaa zur Nummer 1 der Tauschbörsen aufbauen will.
Die Betreiberfirma hat übrigens ihren Firmensitz auf der kleinen Pazifik-Insel Vanuatu, um sich auch steuerliche und rechtliche Vorteile zu verschaffen.

Gleichzeitig zum geschäftigen Treiben bei KaZaa verurteilte die Firmenspitze erneut das Auftauchen der gehackten KaZaa-Version KaZaa Lite, die jetzt schon werbefrei und ohne Spyware auskommt. Die Benutzung dieser Software sei für den User gefährlich, da der Code unsauber sei, so ein Sharman-Sprecher.
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