KaZaa Lite und Werbefilter

KaZaa Lite ist anscheinend die derzeit beliebteste Tauschbörse im Netz. Ausgerechnet eine gecrackte Version macht den Betreibern von KaZaa zu schaffen. Warum? Weil ein unbekannter Hacker sämtliche Werbung und Spyware einfach rausgeschmissen hat und die Tauschbörse unter dem Namen KaZaa Lite betreibt. Doch einige Nutzer berichten auch von Problemen mit KaZaa Lite.

Zwar hat KaZaa Betreiber Sharman Networks einiges unternommen, um seine Filesharing-Software gewinnbringend zu betreiben, doch der kleine Stiefbruder KaZaa Lite scheint nun die tolle Geschäftsidee mit Verkauf von Nutzerdaten und Tonnen von Werbung über das Filesharing-Netzwerk wieder zunichte zu machen. Bei Chip.de liegt das gecrackte KaZaa mit dem Namenszusatz "Lite" mit 170 000 Downloads mit Abstand an erster Stelle der Top-Downloads. Die Software ist exakt dieselbe wie KaZaa, doch Werbung und Shopping Links des großen Bruders wurden gnadenlos rausoperiert. Sieht nicht schön aus, nervt aber auch weniger.

Doch Nutzer von KaZaa Lite melden auch immer wieder negative Begleiterscheinungen. Durch den mitgelieferten "Supertrick" wird nämlich fast sämtliche Werbung im Internet in allen Browsern einfach weggeblendet, Webseiten damit hässlich verstümmelt.
Eine "Hilfedatei" zur Wiederherstellung des normalen Zustands gibt es bei KaZaa Lite nicht und auch keine Angaben, was die Software sonst noch so alles auf dem eigenen PC anstellt.

Doch das Problem mit der Werbung kann relativ einfach behoben werden. Unter Windows geht man in Laufwerk c: dort auf den "Windows" Ordner, "System32"/"drivers"/"etc.". Dort findet ihr dann eine Datei namens "Host". Mit einem Texteditor (z.B. Word Pad) öffnen und alle Einträge unterhalb "Adservers" löschen.

Doch solche Werbefilter haben noch ganz andere weitreichendere Konsequenzen. Nämlich die, dass Websites, die sich durch Werbung finanzieren, vor einigen Problemen stehen. Zum Beispiel Tonspion. Denn wer soll sich Arbeit für gute Inhalte noch machen, wenn die paar Werbeeinnahmen durch derartige Software zerstört werden? Ohne Werbung gibt es keine kostenlosen Inhalte, zumindest keine bei der eine Redaktion täglich aktuelle und hochwertige Inhalte bereitstellt. Werbung ist nicht dazu da zu nerven, sondern um Internetangebote auch zukünftig kostenlos halten zu können.

Deshalb die Bitte: lasst die Finger von Web-Washern und anderen automatischen Werbekillern. Ihr schadet damit der Netzkultur und zerstört möglicherweise zukünftig viele kostenfreie Inhalte und vor allem kleine Nischenanbieter, die sich anders nicht gegenfinanzieren können.

Zwar haben aufdringliche Pop-Ups und andere Werbeformen enorm zugenommen, aber die bessere Konsequenz ist immer noch, solche Sites einfach konsequent zu meiden und damit auch den Betreibern zu zeigen, dass Ihr übertriebene, nervige Werbeformen nicht toleriert. Denn aggressive Werbung ist nichts anderes als die Konsequenz der Werbetreibenden, dass normale Banner zu wenig akzeptiert werden. Im Fernsehen, in Print und im Radio würde ohne Werbung nichts gehen, das weiss jeder. Dasselbe gilt fürs Internet und für Tonspion. Deshalb: klickt bei jedem Besuch die Banner unserer Werbekunden. Nur so können wir Euch den zuverlässigen Service und wir unseren Werbe-Kunden gute Argumente bieten, auf aggressive Werbeformen möglichst zu verzichten. (ur)

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