KaZaa spioniert

Seit dem Ausschluss von Morpheus aus dem populären P2P Netzwerk von Fasttrack steigen immer mehr Nutzer auf die beiden anderen Clients KaZaa oder Grokster um. Aber Vorsicht: die hören mit.

Mit einer sogenannten Spyware werden sensible Daten aus dem Computer eines Nutzers an die Betreiber der Software übermittelt und anschließend für teures Geld an Firmen zu Marktforschungszwecken weiterverkauft. So finanzieren sich die Anbieter der umstrittenen Filesharing Tauschbörsen derzeit, neben den Einnahmen aus der Bannerwerbung. Der beliebteste Client Morpheus wies bisher immer darauf hin, seine Nutzer nicht auszuspionieren, wurde aber in den vergangenen Wochen von dem inzwischen immer aggressiver auftretenden KaZaa aus dem Netzwerk gesperrt.
Deshalb hat sich Morpheus inzwischen ins Gnutella Netzwerk eingeklinkt, das aber nicht halb so leistungsfähig ist, während man über Fasttrack fast jede Datei auffinden kann, die man sucht.
Aber wo ein störendes Programm ist, da finden sich auch Hacker die das aushebeln. So jetzt geschehen mit der KaZaa Spyware Cydoor. Einige Programmierer von cexx.org haben sich mit dem unliebsamen Spion beschäftigt und eine Dummy DLL geschrieben, die die ursprüngliche DLL simuliert, allerdings keine Informationen mehr nach außen liefert.
Dazu muss zuerst die Cydoor-Software entfernt werden, die automatisch mit KaZaa oder Grokster mitinstalliert wird (hierbei hilft das Programm "Ad-Aware" von www.lavasoft.de, das unliebsame Spione entdeckt und beseitigt).

Anschließend die DLL von cexx.org ins Verzeichnis C:/Windows/System" (bei Windows 95/98/ME) kopieren. Fertig.
Wem das schon zu kompliziert ist, der kann weiterhin bei Morpheus bleiben, die derzeit fieberhaft an einer neuen Version stricken. Die Preview-Version ist nur für den Übergang gedacht und soll so schnell wie möglich ausgebaut werden. (ur)

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