KaZaa will die Revolution

Mit einer Werbeoffensive will der Tauschbörsenanbieter KaZaa die Internetnutzer und die Entertainmentbranche aufrütteln. Letztere zeigt bislang wenig Interesse, KaZaa auf dem Weg zum kostenpflichtigen und legalen Downloadangebot zu unterstützen.

Unter dem Motto "Join the revolution" will der KaZaa Betreiber Sharman Networks darauf aufmerksam machen, dass zwar 60 Millionen Menschen Tauschbörsen nutzten, die Unterhaltungsindustrie sich aber nach wie vor weigere, diese auch als Vertriebskanal zu nutzen. KaZaa möchte Musik, Filme und Software zukünftig verstärkt kostenpflichtig anbieten, doch das Interesse der Rechteinhaber, P2P-Dienste zu unterstützen hält sich bislang stark in Grenzen. Kein Wunder, befindet man sich doch gleich auf mehreren Ebenen in juristischen Auseinandersetzungen mit KaZaa und Co. Deshalb ruft KaZaa in der anlaufenden Werbekampagne seine Nutzer dazu auf, sich bemerkbar zu machen und gemeinsam die Industrie zum Umkehren zu bewegen.

Doch den Nutzern dürfte es am Ende ziemlich egal sein, ob sie Musik oder Filme bei Apple, Microsoft oder bei KaZaa kaufen können. Denn KaZaa ist nicht wegen seiner vielfältigen Shopping-Angebote so rasant gewachsen, sondern wegen der Möglichkeit, Musik kostenlos in bislang ungeahnten Massen aus dem Netz zu saugen. Und dass man damit nicht wirklich Geld verdienen kann, dürfte den KaZaa-Betreibern die Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Denn die diversen Prozesse gegen die Unterhaltungsindustrie dürften sich noch ein paar Jahre hinziehen. (ur)
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